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Das Echo · 1958-08-20 · 185 (20.8.1958) · p. [Seite 3]

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Journal
Das Echo
Volume
9 (1958-1959)
Issue
185 (20.8.1958)
Date
1958-08-20
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German
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3. — “DAS ECU O” 20. August 1958 DIE J U t 1) i S G ü t WELT ISRAEL Import und Export: Im Jahre 1957 Regenmaentel im Werte von 1.60 Millionen $ exportiert. Um ersten Quartal 1958 erreichte der Export landwirtschaftlicher Produkte 14.5 Millionen eine Steigerung von 4 Millionen Dollar gegenueber der gleichen Zeit im Vorjahr. An Erdnuessen wurden 5000 to Erdnuessen exportiert. Die Firma “Elite” hat in Safed eine Nescafe-Fabrik eroeffnet. In Jerusalem wurde die “Jerusalem Yarn Ltda”. Im Betrieb genommen; dieses Unternehmen ist mit den modernsten Maschinen eingerichtet und erforderte an Investionen 4 Millionen Pfund. Die nationale Keramik-Industrie kann jetzt den ganzen Bedarf an Geschirr decken; in diesen Betrieb sind ueber 12.000 Arbeiter beschaeftigt. Das Defizit der Handelsbilanz stieg im Jahre 1957 auf 264 Millionen gegenueber 260 Millionen $ im Vorjahr. Der Import stieg von 661 Millionen Pfund Sterling auf 726 Millionen £. Kultur: Baron Edmond de Rothschild hat fuer den Bau der franzoesisch - israelischen Schule den Betrag von 300.000 $ zur Verlegung gestellt.— Ein neues musikalisches Zentrum wurde im Kibbuez Daliah eroeffnet. Verschiedenes: Die Auto-Gesellschft “Egged” hat 15 modernste Daimler-Autobusse im Betrieb genommen. Im Jahre 1957 wurden 39.000 WOhnungen fertiggestelt; im Verlauf der letzten zehn Jahre f wurden 200.000 Wohnungseinhei-^ | ten fertiggestellt, in denen 800.000 | Menschen Wohnung fanden.— i Das “Entwicklungsministerium” hat! ein Patent zur Entsalzung von | Meerwasser erworben; die Installationen fuer diese Arbeiten wurden fertiggestellt und der Betrieb ist bereits im Gange, jedoch werden Einzelheiten darueber noch geheimgehaiten.— Die Universitaet in Jerusalem hat den deutsche Politiker und Wissenschaftler Prof. Carlo Schmid eingeladen, Gastvorlesungen (in franz. Sprache) zu halten.— Im Negew wurden zwei sehr verheissungsvolle Phosphat- Vorkommen entdeckt.— Die Zahl der Studenten an der Hebraeischen Universitaet betraegt z.zt. 3750; ausserdem arbeiten weitere 300 angehende Wissenschaftler an den Forschungsstaetten der Universitaet. Diplomatie: Der israelische Botschafter in Washington und Chef der israelischen UNO-delegation, Abba Eban, wird nach Jerusalem zurueckkehren und es ist nicht unwahrscheinlich, dass dieser bedeutende Diplomat das Aussenministerium uebernehmen wird. In diesem Falle wuerdc Aussenminister Golda Meir das bisherige Amt von Abba Eban in Washington und New York uebernehmen.— Der Botschafter Israels in Argentinien, Dr. Kubovy, wird in Kuerze aus dem diplomatischen Dienst scheiden; er wird durch Aryeh Levavi (bisher im israelischen Aussenministerium taetig) ersetzt werden. und Schuelerspeisungen eingeric-♦len nach Israel ausgewandert. Es tet. Die Organisation “Ort’ arabeiwird damit gerechnet das-in dietet in 15 polnischen Staedten und sem Jahre 2000 Juden aus Polen betreut 1400 Schueler.— Nach einach Suedamerika, Kanada und ner polnischen Statistik sind im | Australien auswandern werden. Jahre 1957 30 300 Juden aus Po-1 LIEBER LE S E Ri Unsere treuen Leser wissen, das ihr “Echo” acht Jahre hindurch sie regelmaessig erreichte> Nachdem unsere Druckerei an eine Tageszeitung vermietet wurde und wir eine neue Druckerei suchen mussten, begannen fuer uns kaum ueberbtueckbare technische Schwierigkeiten. Alles wurde uns versprochen - nichts wurde gehalten! Nachdem nun die Tageszeitung Bankrott machte, steht Uns die alte Druckerei wieder zur Verfuegung. Leider ist jedoch der Maschinenpark in einem derart schlechten Zustand, das dieser voellig uebérholt werden muSs, was noch einige Zeit dauern duerfte. Inzwischen brachten wir die vorliegende Ausgabe in einer anderen graphischen Werkstaette heraus. Wir hoffen nun, dass unsere technische Pechittaehné votuiber ist und wir das Blatt wieder - nach Rosch Haschanah - regelmaessig erscheinen lassen koennen» Bei dieser Gelegenheit bitten wir Unsere Leset um Entschuldigung, wenn manches an dieser Ausgabe nicht brandaktuell ist (besonders der Leitartikel) da Zusamenstellung, Satz und Druck zeittaeumlich oft auseinander lagern In alter Freundschaft Ihre ECtiO - Redaktion T schechoslowakei < Im ganzen Lande gibt es z.zt. nur 2Ö.000 Juden, wovon in Prag 5000 und in Bratislava 3000 lebert. Die staatliche Verlagsgesellschaft gab kuerzlich die gesammelten Werke von Scholem Alechem und Perez in techechischer Uebersettung heraus. GRIECHENLAND Vor dem 2. Weltkrieg lebten |h Griechenland mehr als 75.000 Juden; nach dem Kriege lebten in diesem Lande nur noch 6000, da 65.000 Juden durch die Nazis getoetet wurden. Ein grosser Teil der griechischen Juden wuenscht auszuwandern, POLEN Der “Joint“ arbeitet in Polen sehr aktiv und ist in der Lage den Juden dieses Landes in vielen Faellen zu helfen. So konnte in den letzten 6 Monaten 15 000 Juden Hilfe geleistet werden. In drei Sta» rdten wurden med. Kliniken geschaffen, ferner wurden in 12 Staedten Berufskurse durchgefuehrt er USA schuetzen Israel' “Die Axiome der Politik sind so beschaffen, dass der gemeinste Raeuber sich scheuen wuerde, sie seinem zuverlaessigsten Spiessgesellen auch nur anzudeuten” — an dieses Wort von Macauley wurden wir erinnert, als wir in der Ausgabe vom 29. Julio des “Bulletin der deutschen Bundesregierung” u,a, lasen: “Was nun die Amerikaner und Englaender im Libanon und in Jordanien mit der Landung ihrer Truppen getan haben, ist nichts anderes als die Wahrnehmung von Schutzinteressen dieser Staaten, wobei nicht zuletzt auch an die Selbststaendigkeit Israels gedacht worden ist”. Es ist wirklich jammerschade, dass noch immer der britische John Bull und der gute Uncle Sam von einer undankbaren Welt verkannt werden; es sollte doch endlich klar wie der Michigansee sein, dass weder der britische noch der gute amerikanische Onkel bei Hil* fe'eistungen, niemals an eigene Interessen denken, sondern nur stets philanthropisch bemueht sind zu helfen, so z.B. gefaehrdete Staaten zu schuetzen. Aber SpasS beiseite, denn dieses Thema ist allzu ernst! Die Welt weiss sehr wohl, dass es nur die USA waren, die im Jahre 1956 (Suez-Affaire) den Diktator Nasser vor seinem sonst unvermeidlichen Sturz schuezten, weil die Staaten damit rechneten, dass Nasser dies Washington durch besondere politische uni wirtschaftliche Konzessionen danken wuerde; dass die USA sich bei dieser Aktion ausgesprochen unfair gegenueber ihren Alierten England und Frankreich benahmen, nur nebenbei. Wenn das amtliche deutsche Bulletin sagt, dass es bei den letzten nordamerikanischen Aktionen auch darum ging, den Staat Israel zu schuetzen, so halten wir dies — gelinde gesagt — ein wenig unglaubwürdig. Das nordamerikanische Aussenamt hat in letzter Zeit alle Mceglichkeiten ausseracht gelassen, um den jungen Staat Israel moralisch und politisch wirksam zu unterstuetzen. David Ben Gurion musste erst kuerzlich darauf hihweisen,, dass die USA grosse Waffenmengen en die arabischen Laender liefern, die in arabischen Hae* fen ausgeladen, nur die eine Bstimmung haben koennen, als Angriffs* waffen gegen Israel benutzt zu werden. Wir wissen auch, dass die israelische Regierung noch ganz kuerzlich dramatische Hilferufe um Waffenlieferungen nach Washington richtete, ohne dass diese im positiveh Sinne beantwortet wurden. Frau Golda Meir war jetzt in Paris, um von Frankreich Waffen zu erbitten, da Israel nicht in dem Masse gcruestet ist, um einen konzentrierten arabischen Angriff (unter sowjetischer Fuehrung) erfolgreich abzuwehren. Dies musste gesagt werden zu einer Meldung, die litt offiziellen Blatt der deutschen Bundesregierung veroeffentlicht wurde. Heuchelei ist zü einem allgemeinen Gesellschaftsspiel geworden, aber nirgends wird so unverfroren geheuchelt, wie in der Hohen Politik! el hat eine interessante Statistik Die Deutsche Botschaft in La Paz uebetsandte uns einen ausfuehrlichen statistischen Bericht ueber bisherige Leistungen nach dem Bundesentschaedigungs-Gesetz (BEG) Infolge Raummangel koennen wir leider dieses Material nicht komplett pub’izieren und ebensowenig dieses kommentieren. Wir bringen eine Zusammenfassung des Standes der “Wiedergutmachung’* tn den einzelnen westdeutschen I.aendern: Die Laender Baden, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Nied* ersachsen, Nord-Rhein, Rhe'nlrni-Pfalz, Schleswig-Holstein, Berlin, Zahlten en total DM, 4,441.601.000, Antraegei 1.991326, Erledigte Antrcege (v,1.736 bis 31338) 45233$, Unerledigte Anyaege: 1338.791. Wir sind gern bereit, Interessenten dieses ausführliche Mä* terial i» unserem Butro, Calle Yungas 36. zue Verfügung tu stellen.

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