Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 9 (1958-1959)
- Issue
- 183 (30.6.1958)
- Date
- 1958-06-30
- Page
- [Seite 1] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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3 >j c k -1 _ I - < ■ t i 11 ) t e, I " n ’ 9 3rv.^-ay 3v i G.U 1 Ä REVISTA DEMOCRATICA CULTURAL EN IDIOMA ALEMAN Direktor und Chefredakteur: Dr. Ludwig K. Stargardt Verlag: Editorial "El Progreso", Empresa de Propaganda y Publicidad, La Paz - Obrajes Eueros: La Paz, Calle Yungas 36 und Cochabamba, Calle Baptista 429.— Postanschrlíten: Revista "El Eco" Casilla 2217 La Paz oder Casilla 748 Cochabamba. Druck: Edit. "Fénix" La Paz, Comercio 66 DAS ECHO esrcheint am 10., 20 und 30. eines jeden Monats. Anzeigenpreis: 1 komplette Seite Bs. 450.000 kleinere Flaes hen entsprech end weniger.— Sprechstunde der Redaktion: Mittwoch 6-7 Uhr nachmittags Jahrgang VIII N9 183 30 Juni 1958 Precio 500.— Bs. ENDLICH WIEDER... "HOTEL AUSTRIA" BESSER! SCHOENER! :: ZENTRALER! i ♦ ♦ <*■ Einzel - und Doppelzimmer / Ganztaegiger Kaffeehausbetrieb / Fliess, warmes Wasser YANACOCHA N9 445 (a.d. Calle Comerdo) Die Fotoaufnahmen von Praesident Eisenhower in letzter Zeit. bcNen einen pessimistischen Aspekt; seine Haltung, seine Gesichtszuege boten unverkennbar die eines kranken Mannes, der ausgehoehlt und muede ist. “Ike", der so populaere Staatsfuehrer und die menschlich so liebenswerte Persoenlichkeit, ist mit seiner geistigen und physischen Kraft in absteigender Linie; damit muss man sich abfinden. Dwight D. Eisenhower kennt seinen Zustand, denn in immer umfangreicherem Masse, hat er seinem “Vice wichtige Sessionen aufgetragen, seinem Amt Aufgaben von rein praesidentialer Bedeutung zugewiesen. Richard Nixon wird mehr und mehr zum Ersten Mann im “Weissen Haus“. Ueber Nixon wurde viel geschrieben und viel geschrieen. Grosse Kreise des amerikanischen Volkes und wichtige Parlamentarier wuenschten nicht, dass er zur Machtentfaltung kaeme. Denn Nixon war unbeschrieben, jung und allzu ehrgeizig; man betrachtete ihn als “unsicheren Kantonisten“. Lediglich durch die Wahlformel “Eisenhower - Nixon" kam er zur Macht. Nixon hatte und hat das ganz besondere Vertrauen von Eisenhower, der ihn bewusst derart in den Vordergrund stellte, dlas nichts anderes uebrig blieb, als sich mit dieser gewichtigten und repraesentativen Figur abzufinden. Auch der Kongress hat sich nun mit dieser einst so umstrittenen Persoenlichkeit abgefunden und Nixon wird als “der kommende Mann“ respektiert. Unter diesen Umstaenden kommt aem kuerzlich erfolgten Besuch von Nixon in La Paz ganz besondere Bedeutung zu, die unterstrichen wurde, durch das hochqualifizierte Komitee von Wirischaftskoepfen, welches ihn begleitete. Die Regierung Siles Zuazo hat der Bedeutung dieses Ber.uches voll Rechnung getragen, und dem nordamerikanischen “Vice" klaren Wein gereicht fuer die Beurteilung der oekonomischen Situation in Bolivien. <•> Der persoenliche Eindruck, den wir <5> (u.a. bei der Pressekonferenz) von Richard Nixon hatten, war ausgezeichnet; man hatte das unbedingte Gefuehl einen ehrlichen Menschen und sauberen Politiker, in ihm zu begruessen. Die Aufrichtigkeit der Darstellung der bolivianischen Regierung, und der gute und kraftvolle Wille des boliv. Regierungschefs die malade Situation zu ueberwinden, duerften auf Nixon und den Wirtschaftsexperten den Eindruck hinterlassen haben, dass eine schnelle und gruendliche Hilfe notwendig sei. Nord —und Sued— Amerika umfassen ein gewaltiges Gebiet, welches 374 Millionen Menschen einschliesst. Washington hat es bisher verabsaeumt, sich das zukunftsreiche lateinamerikanische Gebiet zu einem wirklichen Freund zu machen. Ueber Hilfe - Versprechungen und Beteuerungen ist man kaum hinausgekommen. Die se Angaben werden erhaertet durch die Ausschuettungen des “US - Auslandshilfs - Programms": Asien (Sued-Korea, Sued-Vietnam, Japan, Philippinen, Laos und Kambodscha) erhielten 1.033 Milliarden Dollar, der Mittlere Osten (Bagdadpakt - Zone) bekam 590 Millionen Dollar. Der NATO - Block erhielt 280 millionen Dollar. Afrika erhielt 105 Millionen Dollar; ganz am Schluss erscheint auf der US-Auslandshilfs - Liste Latein - Amerika, welches die "stolze" Summe von rund 93 Millionen Dollar erhielt. Diese theoretische Liebe und das praktische Versagen dre US-Regierung Lateinamerika gegenueber sollte geaendert werden; hoffen wir, dass der Besuch von Nixon hier die Lage bessern wird. Obwohl man in dieser Hinsicht nicht zu optimistisch sein sollte! Das sogen. “Verteidigungs Budget" beansprucht fuer sich den Hauptanteil aller Staatsausgaben: 45 Milliarden Dollar (einschliesslich Raketenforschung und Entwicklung von Atom-Energien). Dazu kommt, dass die nordamerikanische Wirtschaft zur Zeit durchaus nicht floriert und die Arbeitslosigkeit auf 5 Millionen angestiegen ist. Das nordamerikanische Volk ist auch recht muede geworden, dass Nordamerika der ganzen Welt helfen soll, obwohl im eigenen Hause viele Reparaturen zu machen sind. Zeitungen, die die “Isolationspolitik" befuerworten schreiben, das& man nordamerikanische Steuergelder nicht verschwenden oder ins Ausland schicken darf, isolange 17 Millionen Nordamerikaner in menschenunwuerdigen Behausungen leben muessen. Richard Nixon hat mit offenen Augen gesehen, wie Lateinamerika schafft und leidet. Seine Acht - Laender - Fahrt wird ihm Fortsetzung Seite 4. tmdeAe Jl&deb! Die Verlegung unseres Blattes in eine andere Druckerei, erforderte manch komplizierte technische Dispositionen, die uns zwangen, einige Ausgaben zu suspendieren. In dem Zeitraum des Nichterscheinens des “Echo” haben sich Dinge ereignet, die nicht nur fuer den Tag von Interesse gewesen sein duerften. Wir glauben daher, unseren Lesern einige ruecksehauende Kurzberichte (wie ueber die Jom Haatzmautfeiern, ueber den pacener Nixon - Besuch u.a.m.) schuldig zu sein, die wir in dieser Ausgabe publizieren. * - Wir hoffen, dass nun die aergsten technischen Schwierigkeiten ueberwunden sind und wir nun wieder regelmaessig erscheinen koennen. Unsere Leser werden dann ihr Blatt wieder mit aktuellen Berichten vorgelegt erhalten. Verlag und Redaktion “DAS ECHO” LEO BAlECK. INSTITUTE SEW yoSK