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Gross-Berliner C.V.-Post · 1926-09-03 · 4 (3.9.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gross-Berliner C.V.-Post
Volume
1 (1925-1926)
Issue
4 (3.9.1926)
Date
1926-09-03
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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SJ GROSS* BERLINER fl wM Nr. 4 W'#* [|JJ Ifilulffb W 3.9.26 NachrichhendTensf' des Verbandes Groß-Berliner Ortsgruppen des Cen t~ra{-Vereins deu hscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V. Gesonöers wichtige Arbeit im Neuen Jahr! Line KeujahrS-Runöfrage an Kühcer unö Kreunöe öes L.V. in Groß-Berlin Auf unsere Bitte haben Groß-Berliner Führer und Freiinde des C.V. sich zu folgendem Thema geäußert: Mit welcher n^ch Ihrer Ansicht befouöers wichtigen Frage (u. a. auf wissenschaftlichem/ kulturellem/ sozialem/ wirtschaftlichem oöer politischem Gebiet) wirS sich Ser Lentral-Verein Ser Reichshauntstaöt im neuen Jahre in AufklärungsunS Abwehrarbeit Zu beschäftigen haben?'' Das eindringliche Mahnwort unseres Direktors Dr. Euöwig Hollänöer möge die zahlreichen bedeutsamen Antworten einleiten, die wir in der Reihenfolge ihres Eingangs veröffentlichen. — Schriftleitung. L.H.XBtr Berliner empfinden im Betriebe der Großstadt politische Bewegungen immer nur in gewissen Abdämpfungen. Nur Gipfelpunkte öffentlicher Erregung beweisen uns den Vulkan, auf dem wir häufig fitzen. Durch den Kapp- Putfch wurden vielen unserer Freunde die Augen geöffnet. Das darf nicht daran hindern, der Tatsachen zu gedenken, daß die Anzahl unserer Gegner, sogar die Zahl der wütenden Feinde des C. V. weit größer ist, als man denkt. Mit dieser unbestrittenen Tatsache allein ist nichts anzufangen. Ls wird viel zu sehr versäumt» den Judenfeinden in ihren vielen Hunderten von Verkappungen und Verkleidungen nachzugehen. Nimmt man die völkischen Blättchen in die Hand, so sieht man, wie viele antisemitische Vereinigungen an jedem Abend tagen. Unterrichtet man sich über die Zustände insbesondere in den westlichen Vororten, kann man sein blaues Wunder erleben. Wir haben infolgedessen die Aufgabe, und dieses scheint mir die wichtigste zu sein, unermüdlich unseren Feinden auf der Spur zu sein, ihre Pläne festzulegen, ihre Maßnahmen zu durchkreuzen und unsere Kenntnis von ihren schwarzen Plänen in ganz anderem Maße, als es bisher geschehen ist, zu erweitern. ' Wir haben weiter die Aufgabe, in unermüdlicher Arbeit das täglich anwachsende Schrifttum dieser Kreise zu verfolgen, seine Verbreitung festzustellen und dafür zu sor- Vestellen Fie bitte sofort öieses Merkbichleln - Erläuterungen unö Bestellzettel auf Feite 5! - - - MMN immi r//"' mifiiiifit IHÜ ■W4I» DWKM üm§ MMK WW WKMMMKK RMMWWWMM äävmmmik - HHH gen, daß unsere Literatur, speziell unsere „<£. V.-Zeikung" und unsere Broschüren, überall Eingang finden. Wir dürfen nicht vergessen, daß es auch in einer Stadt wie Berlin genug lesebegieriges Publikum, namentlich unter den sogenannten kleineren Leuten, gibt, die jetzt von der anderen' Seite reichlich bedacht, von uns aber nicht genügend versorgt werden. Man denke nicht immer an die verhältnismäßig nicht allzuvielen Menschen, die so hoch stehen, daß sie nichts zu lesen brauchen und die so wenig Zeit haben, daß sie nichts lesen können. Man denke an den Mittelstand, man denke an den Arbeiter, und man wird zu dem Ergebnis kommen, daß es für alle diese Menschen, die Wähler und Wählerinnen sind, etwas anderes als etwas Verächtliches bedeutet, wenn wir ihnen einmal ein Bild von uns und von unseren Feinden geben. — Unsere Berliner Freunde müssen endlich einsehen, daß der Kampf gegen die Inden als wirtschaftende Bürger einen besonders starken» wenn auch heimtückischen und geheimen Umfang angenommen hat. Wir haben oft genug dargelegt, wie schwer es ist, heute einen jüdischen jungen Mann oder ein jüdisches junges Mädchen unterzubringen, wie die Fragebogen der einzelnen Betriebe ein Schlüssel sind, der die Betriebe sperrt, und daß die Aufrückungsmöglichkeiten infolge der leise genährten Abneigung gegen die Juden

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