Das jüdische Centralblatt
- Journal
- Das jüdische Centralblatt
- Volume
- 1 (1882)
- Issue
- 19 (16.10.1882)
- Date
- 1882-10-16
- Page
- Seite 225 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/9620166-9626018-9625377--235-9625386- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
DAS JÜDISCHE CENTRALBLATT. 225 3Si$ceffen. Vortrag gehalten im Bet-hamidrasch zu Wien. Z. 5. itiuis „allein" nicht aber im Anbeginn. Das Verbum übersetzt Smith „sie wurden geordnet" in dem er i-ti-ku-saova) liest, was an sich möglich. Allein, wenn gleich manche bisher für griechische Fremdwörter gehaltene aramäische Wörter durch die Keilinschriften als gut semitisch erwiesen werden, — ich^erinnere an assyr. abullu Stadtthor — aram. (also nicht griech. £{x^oXy] an assyr. karami Wein Aboda zara 30 a wo K. Abahu das Wort als süsser Wein, der aus Cleinasien kommt (also nicht dem griech. X'ötpoivö-V careuum entlehnt) erklärt, so ist daf aram QpH in Reich und Glied stellen, ordnen zweifellos dass in ein Verbum umgesetzte griechische zafyq Ich ziehe daher die nächstliegende Lesung i-hi ku-upPlDK vor" Sie ist wol ein Wort mit hebr. emporsprossen. Zeile 9 ibbanu sie wurden geschaffen, für den Begriff den Schaf, fens findet sich in den Keilschriften neben banu auch ipisu machen sowie pataki urspr. spalten (vgl. arab. fatara;. Sagon redet den Gott Ea in einem Gebete bei Oppert Expedition Meopostami e /I 339 patiku kal gim-ri „Schöpfer des ganzen Alls an." Die Rückseite dieses Fragments zeigt nur einige wenige jedoch mit Leichtigkeit zn vervollständigende Ueberbleibsel der üblichen Unterschrift. Diese lautet: Als droben der Himmel nicht aufgerichtet u. s. f. Palast Asurbamnipals des Königs der Nationen, des Königs von Assur, welchem Nebo und Tasmit achtsame Ohren verliehen, er suchte mit sorgsamen Augen die Weisheit der beschriebenen Tafeln so da unter Königen vor mir keiner diese Schriften gesucht hatte. Die Weisheit Nebo's die Eindrücke des Gottes, meines Lehrers alle prächtig, schrieb ich auf Tafeln, erforschte beobachtete ich und stellte ich zur Einsichtnahme meines Volkes innerhalb meines Pa lastes auf. Diese Unterschrift wird einerseits zeigen welchen Wert man den Urkunden beilegte, andererseits das Datum der verliegenden Abschriften erkennen lassen. Die Inschrift führt wahrscheinlich mit dem Berust über die Zeugung die übrigen Götter fort und gieng dann zu den einzelnen Weltschopfungen über. Die Gestalten fdchma und sar einerseits, Lachama und Kisar andererseits finden sich in einer der Götterlisten als Namen oder Manifestation der Gottheiten Anu und Anatu angeührt. Jedenfalls ist ein männliches und weibliches Ptincip vorbanden gedacht, welches sich beides bei der Gestaltung des Weltalls mit einander verbindet. Die Ähnlichkeit zwischen dem Auszug aus Damascius und dem Bericht unserer Schöpfungstafel hinsichtlich dieser einander folgenden Schöpfungsstufen oder Schöpfungsformen springt in die Augen und setzt den Zusammenhang beider ausser Zweifel die 3 nächsten Tafeln der Schöpfungsserie fehlen. Wir haben nur 2 Fragmente deren Zugehörigkeit zu diesem Theil der Erzählung jedoch zweifelhaft ist. Nach der Analogie der Genesis dürfen wir viellnicht mutmassen, dass diese Tafeln die Beschreibung der Erfassung des Lichtes der Athmosphäre oder des Firmamentes, des Festlandes und der Pflanzen enthielten. Das eine der I Fragmente ist ein kleines Stück des oberen Theiles einer Tafel, es nimmt Bezug auf die Gründung des Festlandes, kann indess auch zu einem späteren Abschnitt der Erzählung gehören, da es sich als Theil einer Rede an einen der Götter gibt. Es lautet: 1) . Als [du] die Grundlagen des Felsenbandes [achtet] 2) . Die Grundlage des Bodens nannt ist du 3) . Du machtest schön den Himmel 4) . An die Vorderseite des Himmels 5) . Jabst Du Das 2. Fragment lautet: 1) . Der Gott Sar . . . pan 2) . Als zu dem Gott 3) . Sicherlich will ich bedecken 4) . Von dem Tage an dass du 5) . Zornig sprachst du 6) . Sar oder Assur öffnete seinen Mund und sprach zu dem Gott 7) . Droben das Meer, welches der Sitz ist von 8) . Vorn am [esara] Finmament, das ich gemacht habe 9) . Drunten den Platz festige ich 10) . Es werde auch gemacht ein [die Erde]! zur Wohnung [des Menschen] 11) . Darinnen möge er bauen seine Stadt und 12) . Als aus dem Meer er aufrichtete 13) . Den Platz hob empor u. s. f. Die dem biblischen und Gott sah Q*H^?K KTV dass es gut war entsprechende von Smith „prächtig von" übersetzte Sprache im Eigang der Fragment von der Erschaffung der Himmelskörper und der Landthiere lautet im Urtext ubassim Plural ubassimu d. i. trausitio er er machte gut sie machten gut bereiteten zweckentsprechend. Wie im assyr. bassamu ist auch im hebr. der Begriff des Wohlduftes zum dem der Güte erweitert. In der Bedtg. gut annehmlich findet sich assyr. basum auch sonst vor allein in deu Unterschriften der Thantäfelchen wo der assyr. König zu sagen pflegt, er habe mala basm tL^K^fö JIecensionen. I Beck. M. Dr. Vocabular analitic Ebraico-Romanesc la pentateuchul la cele cinci carti ale hü Moise. Publicat de Societatea pentru carti didactice Israelito-Romane. Bucuresci 1882. Typ. Hajoetz Calea Vacaresti Nr 57. Volumul I. , IX, Volumul III: Prefal u nui exemplar's zo bani (hebräisch-rumänisches analytisches Vocabular für den Pentateuch verfasst von Dr. M. Beck veröffenthebt von der Gesellschaft für Verbreitung jüdisch-rumänisrher Schriften. Heft I II und III. Preis jedes einzelnen heftts 70 Bani 30 Kreutzer). Abgesehen von dem grossen Vei'dienste die 5 Bücher Mosis gut ins rumänische übertragen, zu haben muss es unserem ehrwürdigen Collegen Dr. Beck besonders hoch angerechtet werden, dass er als Ausländer sich das rumänische so weit angeeignet,, dass er die 5 Bücher Mosis ins rumänische zu übertragen weiss. Dieses Verdienst wird durchaus nicht dadurch geschwächt, sondern vielmehr noch durch den Umstand erhöht, dass Dr. M. Gaster, wie der Verasser in der Einleitung p. VI erwähnt, ihn hilfreich zur Seite gestanden. Wenn man aber vermuten würde, dass die Arbeit des Dr. Beck eine mechanische sei, dh. eine blosse Übersetzung, so würde man sehr irren; er benützte, prüfend und forschend, ganz besonders Rabbi Samuel beu Mei'r (E S B und Abraham Ibn Esra. Sehr ungern sahen wir den „grossen Adler" R S J (Rabbi Salomon Jizchaki de Troyes) vulgo Easehi genannt, unerwähnt. Denn RaSbam fusst ja doch auf Raschi. Doch diess nur nebenbei, um auch unserer Pflicht als Recensent gerecht zu werden. — Wir gratuliren dem Verfasser herzlich zu seiner gewissenhaften Arbeit, und zu seinem Bestreben die Kenntniss der rumänischen