Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Centralblatt · 1882-09-01 · 17 (1.9.1882) · p. Seite 203

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Centralblatt
Volume
1 (1882)
Issue
17 (1.9.1882)
Date
1882-09-01
Page
Seite 203 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/9620166-9626018-9625351--211-9625362
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

DAS JÜDISCHE CENTRALBLATT. 203 Mannesalter die deutsche Sprache zu erlernen keine Gelegenheit hatte, und nachnunkaum 4 Jahren in deutsdier Sprache eine so ilmige und zum Herzen gehende Anrede hält. Wir können uns nicht versagen den einletenden Satz hier wörtlich anzuführen: Der 18. August ist ein Freuden- und Festtag für Millionen! An diesem Tage hat der gutige Schöpfer eiuen glänzenden Stern erleuchten lassen, dessen Strahlen segen spendend viele Nationen beglücken! Am 18. August 1830 wurde seine Majestaet Kaiser Franz Josef L geboren! Wir gratuliren unserem liebenswürdigen Collegen und Mitarbeiter aufs herzlichste und wünschen dass er fortfahre Patriotiomus und edle Menschenliebe in das Grmüth unserer Glaubensgenossen zu verpflanzen. Münz Ignatz. Maimuni's Leben und Wirken. I. Heft" Separatabdruck aus dem Jüdischen Centraiblatt. Druck von J. Fleischmann Belovar 1882. Preis 50 kr. Selbstverlag des Verfasser's Obgleich schon eine grosse Anzahl Biographieen von Maimonides erschienen, ist diese Arbeit durchaus keine überflüssige, sie tis vielmehr dem Bedürfnisse entsprungen gründliche und populäre Biographien unserer Berühmtheiten zu liefern. Der jugendliche Verfasser hat einen glücklichen Wurf gemacht und bekundet seine Fähigkeit gerade durch das Bewingen dieses so ungeheuren Stolfes wie er bei Maimuni zu überwältigeu war. Er ist bei aller Populari sirung durchgehends gründlich, fastsämtliche Arbeiten über Maimun sind ihm bekannt und werden von ihm mit Geschichlichkeit verwertet. Dieses L Heft lässt uns einen Einblick die erste Jugend Maimuui's machen und auch hierbei sehen wir dss Bibelwort bewahrheitet ■rowm biy iznb s^d der Leiden düsterer Quell ward seines Geistes sicherster Förderer. Wir zweinfeln nicht dass, die Fortsetzung halten wird, was der Autor zu leisten so schon verspricht. H^niDK Vaܰssef Abraham von Abraham und Josef Palag'i. Smyrna 1882. Druck von Chajjim Abraham de Seguar in 4,:. Die altberühmte spanische Gelehrtenfamilie Palagi hat nuu eiue neue erfreuliche Probe ihrjv Liebe und Anhänglichkeit an das Studium der hebräischen Literatur bekundet; das schöne wort -pnn jm "jjm "ööi -j-aia wiw vb Q^IS? "12/* nnj?E5 *st s'cner^cn der schönste Lohn für eine Familie, die den Lohn des Guten im Gutesthun selbst sucht und findet; dies Buch legt überdiess Zeugnis ab von einer musterhaften brüderlichen Liebe; neidlos wirken 2 Brüder an derVervollkommnung eines Buches; das Recensiren wird bei so gemüterheben Momenten den mir unmöglich; ich will mich nur kurz zum Referiren anschicken. In espagno'ischer Sprache, die mit rein jüdischen Redensarten untermischt ist, wird auf 43 Quartblättern in 9 Capiteln über die Vorzüglichkeit des Charakters des von sämtlichen orientalischen Dichtern so. sehr besungenen Josef, Sohn des Patriarchen Jacob, gehandelt. Diese Abhandlung soll als Einleitung dienen und rührt von Abraham Palagi her. Das eigentliche Buch ist eine alphabetisch geordnete nach jüdischen Schlagwörtern eingerichtete, Sammlung aller auf Joseph bezüglichen Stellen Dass diese Arbeit für Midrasch und und für Midraschstudirend,, von Wichtigkeit ist, braucht kaum hervorgehoben zu werden. Das eigentliche Buch ist daher auch in rein hebräischer Sprache, frei von jedem spaniolischen Ausdrucke abgefasst. Schuck Sah Bezirksrabbiner in Karezag. Der Schutzengel Ungarns schläft nicht und schlummert nicht. Predigt gehalten in Tempel der aut. ort. in. Gemeinde Karezag, am Vermälungstage Sr. k. k. Hoheit des durchlauchtigsten Kronprinzen Erzherzogs Rudolf, mit ihrer k. Hoheit der durchlauchtigsten Prinzessin Stefanie am lOf Mai 1881. In gefühlvoller Rede gibt der Verf. beredten Ausdruck der grossen Freude, die die gesamte österreichische Bevölkerung bei der Vermälungsfeierlichkeit der Kronprinzen Rudolf mit der Kronprinzessin Stefanie empfand. SchUck Sal. Christen über Juden Preis 15 kr. In geschickter dramaischer Weise führt der Autor die gegen die Juden vorgebrachten Anklagen vor, and lässt sie \on Christen selbst entkräften. Der Verf. hat vollkommen recht, wenn er es für nothwendig hält, solche Vertheidigungsschritten zu veröffentlichen und seine Schrift hat das Verdienst das besonders in unserer Zeit mit Unrecht so arggeschmähte orthodoxe Judenthum in Schutz zu nehmen. Möge diese schöne Schrift reeht viele unparteiische Leser finden. Schlick Sal. Bezirksrabbiner zu Karezag. II. Theil Munkacs. Druckvon Pinkas Bleyer 1881. pK:n D-inia tr:n;En ~dd Ktn d^üöh thd w ei? KWts pT* pnr rab ntzbv nxö-inDK n-nbim iwk p^o^-ipri ♦p*t? *3X Der 2 Theil der Bräuche ist gerade für den gegenwärtigen Zeitpunkt von grossem Interesse, er behandelt in ausführlicher Weise die Bräuche während der Monate EUul und Tischri bis zum Ausgange des Versöhnungstages. Der Text des Werkes rührt von dem berühmten Talmudisten Isak Tirnau her, wertvolle Anmerkungen, Quellennachweis und sonstige interessante Anregungen enthält d er Commentar unseres ehrwürdiden Collegen rnd geschätzen Mitarbeiters Rabbiner Schück. Zu einer Zeit, wie die unsere ist, wo man mit der grössten Sorgfalt dem Ursprünge der Sitten und Gebräuche, auch der uncultivirtesten Völker mit Recht nachforscht, braucht die Arbeit des Herausgebers keine besondere Empfehlung. Durch ihre Gediegenheit empfiehlt sie sich selbst. Hosner J. L. (Schaffa, Mähren) Jad Benjamin Weschem Mordeehai. Enthaelt eine Abhandlung über Philosophie, Cabbala und die geschichtlichen Momente bis zur Offenbarung, sodann die Verzeichnung der 600 Gebote nach den 620 Buchstaben der 10 Gebote, samt genauer Erklärung derselben, ferner in möglichster Kürze: die Geschichte der Philosophie oder die geistige Seele als Grund des Pantheismus und Polytheismus. Wien 1882. Selbstverlag des Verfassers. Auf 31 Seiten auf in der gedrängtesten Kürze die Geschichte der Philosophie irgend wie geben zu wollen, ist undenkbar; der Verfasser hat diess aber auch gar nicht beabsichtigt, nur seiner Schrift eine falsche Überschrift gegeben. Den grössten Theil des Buches 64 Blätter — bildet der hebräische Commentar zu den 620 Geboten und dieser Theil des Buches verdient von jedem den jüdische Literatur interessirt, gelesen zu werden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.