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Das jüdische Centralblatt · 1882-03-15 · 6 (15.3.1882) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Centralblatt
Volume
1 (1882)
Issue
6 (15.3.1882)
Date
1882-03-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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glo. 6. -m* ^kiomw Uiroatkn) 2ft ä r j 15. W 1882, DAS JÜDISCHE CENTRALBLATT. (ZUGLEICH ARCHIV FÜR DIE GESCHICHTE DER JUDEN IM KGR. KROATIEN). Herausgegeben von Rabbiner Dr. JL Grünwald. I JAHRGANG. Das iädische Centraiblatt erscheint alle 14 Tage in l1/* bis 2 Bogen: Preis bei allen Buchhanf!',.,nf}'»n (in Belovar bei J. Fleischin nun) pro Jahrgang 4 fl. Inserate werden mit 10 Kreuzern die 3 gespaltene Petitzeile berechnet und auschiicsslich entgegengenommen durch die Annoncen-Expedition ron J. Fleischmann in Belovar, (Mami3cripte werden nicht retournirt). •HBF" Diejenigen P. T. Herrn, die die G Nummern nicht retounirt haben, werden gebeten den Beitrag für das soeben beendete 1. Quartal postwendend einzusenden. Da, sonst die weitere Expedition sistirt wird. und Verorderung in lebensvollen Zügen zu zeigen. (1) Geleitet von dieser Ansieht, der Wertschätzung des ethischen Moments des Handelns, beginnt er diese Schilderung mit der nachdrüklichen Bekämpfung der ascetischen Richtung als derjenigen, welche der Tugendhafte nicht einschlagen soll, weil sie jede Sittlichkeit überhaupt von vomhinein unmöglich macht, indem sie die Thatkraft lähmt und unterdrückt und dem Menschen vom Verbände der Welt, innerhalb welcher allein moralisches Thun und Wirken denkbar ist, abschneidet. Zugleich aber will er durch die demonstrative Betonung der negativen Seite des jüdischen Tugendhaften l^S^K IDIOT) wie dieser nicht sein soll, Stellung nehmen zu der entgegengesetzten Anschauung der politischen Zeitphilosophen, welche die Action als solche für indifferrent erklärten und ihr nur nach der sie begleitenden guten oder schlechten Intention Bedeutung beilegten die derTheilnabme an der allgemeinen Thätigkeit die müssige beschauliche Versenkung in methaphislelie Betrachtung und welche die gänzliche Abtödtung der Sinne und die Weitflucht anstrebten, so dass Philosoph und Ascet identische Begriffe wurden. (Kus. 4. 18.) Allerdings haben sie hierin das Beispiel der Väter der Philosophie nachgeahmt, deren Leben und Lehren zu solcher Enthaltsamkeit und Einsiedelei führte. Allein zwischen ihnen und ihren Vorgängern besteht eine gewaltige Kluft. Sokrates und die ihm gleichenden Philosophen haben sich in die Einsamkeit zurückgezogen, um ungestört vom geräuschvollen Treiben in ihrer reinen Gedankenwelt (1) Kus. 3, 1. Charakteristisch ist daselbst die Bezeichnung "Dil? welche mit "VCH Zusammenfällt. INHALT I. Die Tugendhaftigkeit vor. Rabb. Dr. Frauki-Grün. — II. Die [ Autobiographie Luzzatto's. — III. Nachtrag zur Arbeit: lieber! das jüdisch-spanische. — IV. Zur vergleichenden Sagenkunde. — I V. Das Altfranzösiscne bei Raschi. — VI. Biographie des R. Jej huda Aszud. von Bez. Rabb. S. Hahn. — VIII. R. Moses ben j Maimun. Leben und Wirken. Von J. Münz in Kempen. — VIII. Aus dem kgr. Kroatien. M;scellen. Heber die Bedeutung des Wortes fogal bei Herodot von Lic. theo! Dr. Wünschn. Recensior>en. Josef Stare. Die Kroaten im Königreiche Kroatien und Slavonien. — Josef Suman. Die Slovenen. — Immanuel Low Dr. Oberrabbiner in Szegedin. Aramäische Prlanzemiamon. Nachdruck nur mit VOLLER Quellenangabe gestattet. I Die Tugendhaftigkeit. Von dem Grundsatze ausgehend, auf den sein ganzes System sich stützt, dass nämlich die Tugend |m* l'm.n. nicht im Wissen besteht und nur die Hanrflitog, nicht die Gesinnung über den sittlichen Wert eines Menschen entscheidet, und den er aus den Vorgängen seiner Zeit logisch folgert, weil man sonst die Religionskriege, welche die beiden Bekenner zweier etitgegengesfitzen Religionen gegen einander fidiren und die gegenseitig in guten Glauben und in bester Absicht verübten Mordthaten gutheissen müsste, was jedoch dem Verstände widerspricht: (Kus. 1, 2.) von diesem Hauptgedanken aus, der den Anfang, Mittelpunkt und das Ende des Kusari bildet, über das ganze Gebiet der Religionsphilosophie sich ausbreitend, legt Juda Halewi seine ethischen Lehren in der Schilderung der Lebensweise eines Tugendhaften nieder, um uns seine Theorie von der Tugend an ihrer praktischen Durchführung

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