Das jüdische Centralblatt
- Journal
- Das jüdische Centralblatt
- Volume
- 1 (1882)
- Issue
- 3 (1.2.1882)
- Date
- 1882-02-01
- Page
- Seite 36 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/9620166-9626018-9625169--030-9625181- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
86 DAS JÜDISCHE CENT RADBLATT. Dr. JBf. JBT. F riedlander 9 Chaehme Hadoroth. Geschichtsbilder aus der nachtalmudisehen Zeit (500-1500) Nach den Quellen bearbeitet, Brünn 1880. Verlag von B. Epstein. Dr. M. Friedländer (1) der uns persönlich befreundete Autor zählt seit einer Äeihe von Jahren zu den beliebtesten populärwissenschaftlichen Darstellern jüdischer Geschichte. Bin Buch, das mit seinem Namen geziert ist, bedarf keiner weitern Empfehlung und wünschen wir, dass der unermüdliche Fleiss des Autors wenigstens dadurch belohnt werde, dass dieses Buch in jedem echt jüdischen Hause nicht nur vorhanden sei, sondern auch gelmn werde. Schräm C. Wilh. Deutsche Literaturgeschichte nebst einer mnemotechnischen Anleitung zur leichten Aneignung literarhistorischer Zahlen. Brünn 1881. Verlag von B. Epstein. Der als Mnemotechniker bekannte Verfasser hat durch die Veröffentlichung dieser Schrift den Dank der studireuden Jugend verdient, in dem fortan das Erlernen der in der That nicht leicht merkbaren historischen Zahlen um ein bedeutendes erleichtert wird u. z. so, dass an jedem Dichter das Charakteristische zugleich mnemotechnisch die Jahreszahl angibt, Es ist im Interesse der gesamten den Studien obliegenden Jugend zu wünschen, dass das Buch zahlreichen Absatz habe. Sal. Buber, Ziekah-Töb (Pesikta sutarta) Ein agrarischer Commentar zum ersten und zweiten Buche Mosis von Rabbi Tobia ben Elieser (lebte im XI. Jahrhundert) zum ersten Male herausgegeben nach einer jerusalemischen Handschrift Vergleichungen der betreffenden Handschriften aus den Bibliotheken in Florenz und St. Petersburg. Kritisch bearbeitet mit einem Commentar und einer ausführlichen Einleitung versehen. Druck und Verlag von Wittwe un d Gebrüder Bomm. ttibti? rrtPK-Q höd by mts npb tmnia Der durch seine Ausgabe der Pesikta derab Kahana hochverdiente Mann hat durch die Herausgabe dieses Midrasch sich einen bleibenden Namen unter den Herausgebern älterer midraschischer Werke gesichert. Das Werk dessen Composition zuerst von Zunz in seinem klassischen Werke,, Die gottesdienstlichen Vorträge" erschlossen worden, ist von Buber in mustergiltiger Weise mit Quellennachweis und einem ausführlichen Commentar herausgegeben worden. Buber zählt zu jenen Männern, (die leider in unserer Zeit stets abnehmen) die aus wahrer Liebe zum Judenthuine und zur Wissenschaft des Judenthums ihre freie Zeit der Wissenschaft zuwenden. (L) Iu dein in B. Epstein's Vorlage in Brünn erschienenen Tascbenka'ender für Israeliten auf das Jahr 1881-18S2 findet sich ein höchst beachteuswerther Aufsatz. Zur Geschichte des mähr. Landesrabbinates von unserem ehrwürdigen Freunde Dr. M. H. Fr. Der Midraseh Lekach Tob.auf Bereschit und,Schemot war bis zu dieser Zeit noch nicht veröffentlicht, trotzdem R. Tobia ben Elieser eine bekannte und geachtete Persönlichkeit des!l. Jahrhunderts war. Die Frage über dessen Geburtsort scheint uns trotzdem noch nicht endgültig gelöst zu sein, ebenso wenig, wie weit die Interpolationen in diesem Midrasch reichen(Siehe Buber, Einleitung pagina ^). Dass dieser Midrasch Lekach tob XrHftli KT!|TDÖ erhielt , stammt von demlrrthum den Namen des ersten Herausgebers, der nämlich irregeführt durch das vor jedem Versanfang gesetzte glaubte das auf das Wort Kflp^DS schliessen zu dürfen. Sämtliche Codices die B. bei der Herausgabe benutzt, sind von ihm mit der grössten Gründlichkeit und Klarheit im Capitel 13 und 14 der Einleitung beschrieben. WTir erfahren aus denselben, dass der jerusalemische Codex von einer Hand geschrieben wurde u. z. im Jahre 1349. der Florentinische hingegen von 2 verschiedenen Schreibern, die beide nicht zu ängstlich mit der Anfertigung der Copie waren. Doch ist bis zum Abschnitt Wajeze (X^l) (ne verbessernde Hand nicht zu verkennen. Trotzdem ist die Florentiner' Handschrift von Vortheil, weil sie fast sämtliche Oitate vollständig anführt. Doch das grösste Vergnügen würde ohne Zweifel Herrn Buber durch ein ernstes Studium der Midrasch-Literatur bereitet werden, da er ihr seine ganze Zeit widmet und zu den Förderern wahrer Wissenschaft gehört: wir rufen ihm aus vollen Herzen zu 12™" into Briefkasten der ReJaction Ehrw. Bez. Rabb. S. Hahn. Erklaeruugen von Midraschim genug, schwierige Massorahstellen wie Biographie des sei. Rabb. D. Deutsch 8ehr erwünscht. — Ehrw Dr. Frankl-Grün. Bitte um Forsetzung. — Lic. theol. Dr. Wünsche. Besprechung des Midrasch Echa rabbati in der nächsten Nummer. — Ehrw. Leo Finzy, Rabbiner in Sarajevo. Danken herzlichst, bitten um ausführlicheMittheilungen, veröffentlichen in der nächsten Nummer Ihren interessanten Brief. Schiuss der Redaction am 25. Januar 1882. iorrefponbenj 6er ^bminifirattott. f§P Diejenigen p. t. Herren, die bisher die ihnen zugesandten drei Probenumniern nicht retour nirten, wollen gefälligst die Pränumerationsgebuhr ehestens and am leichtesten mittelst Postanweisungen einsenden. Druck und Verlag von J. Fleischmanns Buchhandlung in Belovar. Verantwortlicher Redacteur Dr. M. Grünwald.