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Der israelitische Bote · 1879-12-04 · 49 (4.12.1879) · p. [Seite 6]

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Journal
Der israelitische Bote
Volume
5 (1879)
Issue
49 (4.12.1879)
Date
1879-12-04
Page
[Seite 6] (sequence 6)
Language
German
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verändert ein ordentliches Mitglied feinen y nach irgend einem Theile des deutschen Reiches, es und seine Angehörigen auf die Vereinswohl- .yaten auch ferner Anspruch, wenn dasselbe, wie früher seinen ^jährlichen Beitrag an die Vereinskassa zahlt. Von dem betreffenden Domicil-Wechsel ist dem Vereinsvorsitzendenwährend der ersten vier Wochen Mittheilung zu machen. § 31. Tritt ein ordentliches Mitglied aus dem Lehrer- oder Vorsängerstande, so kann es dem Vereine ferner nicht mehr als solches angehören und verliert für sich und seine Hinterbliebenen alle Ansprüche an den Verein und an dessen Vermögen. (Wir verweisen auf die Bekanntmachung im heutigen Annoncentheile.) Die Redaktion. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen. Amerika. Aus New-Uork wird der Tod des Predigers und jüdischen Reformators Dr. David Einhorn gemeldet. Einhorn ward am 10. Nov. 1809 in Diesbeck, (Baiern) geboren, und starb am 2. Nov. 1879. — Vermischtes. Zn Pest hatten vor kurzem zwei Journalisten Duell: „Nichts seltenes für die Pester Schriftsteller« bemerkt die ,B. V. Ztg/ — Soweit ist es denn doch unter unseren Rabbiner-Journalisten noch nicht gekommen, trotzdem sie auch nicht immer nach Regel, vielmehr (in der Leise eines gewissen Polen nach wm zu greifen. („Ich schlog nicht nach Regel, ich schlog nur nach Rosch" sagte einst?in wackerer Schläger aus der Gegend, wo die Weichsel fließt.) — 'Wie ein Chassid-Rebbe einen Psalmvers übersetzt. (Anekdote.) In dem Städtchen I. in Polen wohnen bekanntlich viele Israeliten, die meistentheils zu den Chasstdim gehören und sich einen Rebbe halten. Diese Art Leute vergeuden die liebe Zeit mit Müssiggang, Tabakrauchen und Brantweintrinken entweder im Chassid-Stüvel oder im Kreise ihres frommen Rebbe, dessen Aussprüche als göttlich betrachtet werden, während die Frauen dem Geschäfte obliegen, und für die Erhaltung ihrer Familien sorgen müssen. Eines Tages, als sich diese frommen Brüder wieder in der Mitte ihres unfehlbaren Rebbes befanden und seelenvergnügt dem Glase zusprachen, saß Rebb Löbele, der als ein guter Chasstd und wackerer Trinker bekannt war, mißgestimmt da, und rührte keinen Tropfen an. Dies war der säubern Gesellschaft höchst auffällig, und man forderte Rebb Löbele auf, doch auch sein Glas zu leeren; allein der fromme Mann blieb konsequent und ließ das Glas unberührt stehen. Diese unerhörte Selbstbeherrschung des sonst lustigen und Branntweinliebenden Rebb Löbele's erregte auch die Aufmerksamkeit des Rebbe und er richtete an ihn die Frage: NQ O15N ^2 WN "6- Was hast Du heute für einen Tag, daß Du fastest.? Die Chasstdim, die in der Regel Ignoranten sind, jubelten vor Freude, daß der Rebbe leben so im Fluge einen passenden Vers aus Ps: 114 ausfindig machen und so richtig anwenden konnte! Rebb Löbele aber hatte, wie er gestand, an diesem Tage einen U*hr\ W2PN einen Fasttag wegen eines bösen Traumes. L. I. Braun hart. Literarisches. CH. D. Lippe's bibliographisches Lexicon der gesammten jüdischen Literatur der Gegenwart und Adreß- Anzeiger. Ein Hand- und Nachschlagebuch zurOrientirung für Buchhändler, Rabbinen, Gemeinden und Freunde der jüd. Literatur. III. Liefer. Wien 1879. Die dritte Lieferung dieses praktischen Werkes reihet sich würdig den beiden ersten an. Sie umfaßt die Buchstaben; von H.' — L. (Herzfeld Lazarus): Ein Rendezvous der jüdischen Gelehrtenwelt; ein Register von Büchern, deren Autoren oft beneidenswerth wie nachahmungswürdig in Fleiß und Talent sind. — Den Löwenantheil an literarischer wie oratorischer Leistung nimmt in diesem Hefte Dr. Jellinek in Wien. Nicht weniger denn 92 Arbeiten tragen den Namen dieses Geisteshelden. Dr. Joel zu BreSlau glänzt durch 34, Rabbiner R. Hirsch zu Frankfurt a. M. durch 17, Rabb. A. Hochmuth in Vesprim (Ungarn) durch 16, Dr. Hochstädter in Ems durch 10 Arbeiten. — Freilich kommt's beim Verfassen von Büchern auf die Zahl nicht immer an: Ein einziges Bändchen wiegt zuweilen große Bände an innern Gehalt auf. — Ungemein erschwert wird Einem das Suchen und das Finden von der ersten Seite dieses Heftes (177) bis 199. Die Seiten sind da durcheinandergemischt wie Lotteriewürfel. Allerdings trifft die Schuld einer solchen Unordnung den Verfasser nicht. Im Uebrigen empfiehlt sich das nützliche Nachschlagebuch von selbst und wäre dem Verfassereinen entsprechend guten Erfolg zu wünschen. G' R. Briefkasten der Redaktion. K. K. in Pr. Bis jetzt ist uns keine Gegenerklärung von Herrn Dr. Rahmer zugegangen, folglich ist unsere Mittheilung, daß derselbe sich um die Rabbinerstelle in Stettin beworben haben soll, von uns nicht erdichtet. Für unfern Bericht in Nummer 36 d. I. stellen wir unfern Gewährsmann. Weßhalb aber sinnen Sie fortwährend darnach? Die Stelle in Stettin ist ja schon längst desetzt. D. D. in Berlin: Es ist Thatsache, daß in Brüssel daß Oberrabbinat besetzt werden soll: Mehrere Candidaten aus Frankreich sind bereits berufen. Herr Rabbiner Dr. Frank aus Köln macht in einem holländischen Blatte bekannt, daß es eine Unwahrheit sei, daß auch er sich um diese Stelle beworben. Wozu denn auch, ist er doch in Köln auf zehn Jahre angestellt. A. A. in Würzburg. Sehr verbunden, für die Zusendung der,Würzb. Ztg? Wir pflegen Rezensionen aus andern Blätter nicht zu benützen; eine Besprechung „Lehrsätze des neugermanischen Judenhasses" rc. rc. von Herrn Ludwig Stern finden sie schon in unserer Nummer 48 vom 27. Nov. Der angezeigte zweite Artikel, folgt wegen Raummangel in der dieswöchentlichen Nummer 'n'Vtf in nächstfolgender. Leb rer - Ver Sammlung in Würzburg. Die bei der jüngsten Versammlung verabredete nochmalige Zusammenkunft zur endgiltigen Feststellung der Statuten findet Iienüag, den 16. Dezember d. I. Vormittags 9l 2 * * 5 * *j2 Uhr in der Restauration Fleischmanu statt. Cs ist beabsichtigt, am Schluffe der Verhandlungen ein einfaches, gemeinschaftliches Mittaaeffen zu veranstalten und wollen diejenigen Herrn College», welche hieran theilnehmen wollen, dem Unterzeichneten hievon bis zum 12. Dezember d. I. Anzeige machen. Im Aufträge der Redactionscommisston: Ludwig Stern, Schuldirektor. 2567 Schulbücher aus dem Verlage von I. Kauffmann in Frankfurt a. M. Bibelverse, zu Büdingers Religionsbuch, hebräisch mit dtsch. Uebersetz. 3 Aufl. geb. M. —. 60 Dreifus, M. G., erstes hebr. Lesebüchlein für israelit. Schulen. 4. Verb. Aufl. M. —. 35 Japhet, I. M., Hebr. Sprachlehre mit prakt. Aufgaben zum Gebrauche beim Unterricht in der hebr. Sprache. 1. Abth. 3. Aufl. geb. M. 1. 30 2. „ geb. M. 1.30 Rahmer, Dr. M., Hebr. Schreib-Lese-Fibel mit lithogr., jüd.-deutschen Vorschriften nebst Schreibu. Leseregeln. 5. verm. Aufl. geh. M. —. 50 -Tefilla kezara. Hebr. Gebetbüchlein für die israel. Jugend zum ersten Unterricht im Uebersetzen methodisch eingerichtet u. mit Vocabulum u. grammatischen Vormerkungen versehen. Erster Cursus 5. Aufl. geb. M. —. 60 -2. Cursus. 5. sehr verm. Aufl. geb. M. 1. — Schönschreibehefte, für jüd. Currentschrist. 4 Hefte stufenmäßig eingerichtet, Heft a 12 Pf. Schwarz, Dr. I.',,Rabbiner, Glaube u. Pflicht, Lehrbuch der israel. 'Religion für Schulen, 3. Aufl. geb. M. 1.40. Stern, L., (Direktor d. israel. Schule in Würzburg). Die bibl. Geschichte, für isr. Schulen erzählt. Bis zur Zerstörung des zweiten Tempels fortgesetzt. 4. Aufl. geb. M. 1. 40 Tefilla, mit wörtlicher jüd.-deutscher Linearübersetzung von I. M. Japhet. 3. Aufl. geb. M. 1. 70. Bei Einführung günstigste Bedingungen. Wiederverkäufern Rabatt. I. Kauffmann, Frankfurt a. M. 2518 Buchhandlung. Für Bonn ifl Eine mit guten Referenzen versehene religiöse Köchin übernimmt unter promptster Bedienung Hochzeits¬ und andere Festessen zuverläßig "IBO Localitäten werden nach Wunsch besorgt. Nähere Auskunft ertheilt die Expedition dss. Bl. 2542 Zöglinge und junge Leute, welche die Heidelberger Handelsschule besuchen wollen, finden zu jeder Zeit und zu ganz mäßigem Pensionspreis freundliche Aufnahme bei Dr. I. Fiebermann. Lehrer der neueren Sprachen an der Handelsschule 2535 zu Heidelberg. Pensionat für Töchter besserer Familien, Zn demselben erhalten die jungen Damen auch Unterricht in der Haushaltung, Handarbeit, Musik, Französisch und Englisch. Näheres im Prospekte. Beste Referenzen. 2543 Anna Calin, Cöln, Jahnstraße 2. "1BO Mayer's Caffee und Mer-Restaurant Cöln, Kreuzgasie 12 Cöln unmittelbar beim Theater und Circus gelegen. Diners L Mk. 1 und höher. (Reise-Effecten werden bereitwilligst und sicher aufbewahrt. 2534 ionat k iter-i von Geschwister Soöcrrcheim in Bingen a. Rh. Beginn des Winter-Semesters am 15. Oktober. Junge Mädchen, die sich nur an den wichtigsten Unterrichtsgegenständen betheiligen, die übrige Zeit aber zur gründlichen Erlernung des Hauswesens und praktischer, weiblicher Handarbeiten benutzen wollen, finden ebenfalls bei uns Aufnahme. Beste Referenzen, mäßige Bedingungen. Prospecte auf Verlangen. 2476 Brust- V‘ v ‘ welcher Art dieselben auch sein mögen, werden mittelst best nach ärztlicher Vorschrift bereiteten in Oesterreich-Ungarn, Deutschland, Frankreich, Holland und Portugal geschützten W ilhelm’8 Sdmelerprs Kränter-Allop von Franz Wilhelm, Apotheker in Neuukirchen, am sichersten beseitigt. Dieser Saft hat sich auf eine außerordentlich günstige Weise gegen Hals- und Brustschmerzen, ( r«ppe, Heiserkeit, Husten und Schnupfen bewährt. Biele Abnehmer bestätigen, nur diesem Saft hätten sie angenehmen Schlaf zu verdanken. Vorzüglich bemerkenstwerth ist dieser Saft alst Präservativ bei Nebeln und ranher Witterung. In Folge seines äußerst angenehmen Geschmackes ist er Kindern nützlich, ein Bedürfniß aber lungenkranken Menschen; Lungern und Rednern gegen umflorte Stimme oder gar Heiserkeit ein nothwendiges Mittel. Zahlreiche Zeugnisse bestätigen obige Angabe. Anweisung wird jeder Flasche beigegeben. Eine versiegelte Originalflasche kostet A Mark und ist stets in frischem Zustande zu haben beim alleinigen Erzeuger Fr. Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen> Niederösterreich, Der echte Wilhelm'st Schneebergs Kräuter-Allop ist auch nnr zu bekommen bei meinen Herren Abnehmern und zwar im Großhandel Edle Glaubensgenossen! es handelt sich um einem Nothstand abzuhelfen.: Eine Familie, bestehend aus Vater, Mutter mit 7 kleinen Kindern harren auf Unterstützung. Das Handwerk des Mannes geht hauptsächlich nur in den Sommermonaten und durch die ungünstige Zeiten des verflosseueu Sommers war auch der Mann nicht immer mit Arbeit begünstigt. Schon während des Sommers mußte die Familie unterstützt werden. Der Herausgeber d. Bl. hat schon mehrmals für die betr. Familie so jüngst noch bei der N18V "O ihres Kindes Unterstützung erhalten, es wurde dem Knaben darnals 15 Mark sogar aus der Mohelvereins-Caffa zur Steuer eines Anzuges bewilligt. Jetzt aber ist die Noth am höchsten gestiegen, denn der Winter naht heran und es fehlt an Allem. Was eben noch Werth hatte, ist versetzt und die Armen stehen ganz rathlos. Der Edelsinn unserer Glaubensgenossen schläft ja niemals, und so wird auch hier helfend heraugetreten werden, wenn nicht ein treuer Ernährer, ein braves Mutterherz verzagen soll. Die Redaktion ist ermächtigt Gaben in Empfang zu nehmen, und hierüber in diesem Bl. zu quittiren. Wir sind mit den Verhältnissen vertraut und werden jedwede Spende entgegennehmen. Redaktion. jm M B$$C 56711692598^

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