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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 581

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 581 (sequence 603)
Language
German
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IRI
…/7166791-9630800--1938-9623851
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stens das Opfer, seinen Willen vor dem des Andern anfzngeben. seine Meinung der des Andern nnterznordnen, und. das ist das Sonderbare, solche kleine Opfer sind ja dem Menschenherzen meist schwerer, als Nächte am Siechenlager zu wachen, oder Tage in der Hütte der Armutb mit einander zu verbringen — aber das ist ja der Wille Gottes im Ehebunde, daß alles Dies die Herzen der Gatten nur enger zu einander bringen, nur unauflöslicher machen soll — o daß sie sich tragen und stützen und helfen, und wenn sie Wunden haben, sic sich heilen, und wenn sie Thränen haben, sie sich trocknen. So sehet wohl zu, mein Brautpaar, daß ihr diesen Willen Gottes vollführt in eurem Bunde, denn dann beglücket ihr euch und die Bahn eurer Ehe gebet durch ein ebenes Land, und wo es uneben ist, ebnet ihr es euch selbst, tugendreich. Und, mein Brautpaar, ein guter Geist soll durch enern Bund geben und euch leiten. So lasset mich euch diesen guten Geist im Ehebunde mit Wenigem beschreiben. Der gute Geist nn Ehebunde, der ist ein Geist der Treue, der nicht rechts buhlet und nicht links, der nicht rechts einen Freund oder eine Freundin suchet nnd nicht links, sondern immer nur den Gatten, die Gattin; der nicht rechts ein Glück suchet, links ein Vergnügen, sondern immer nur im Gatten, in der Gattin allein die Beseligung dieses, allein die Wonne d'eser. Und wenn, mein Brautpaar, dieser Geist der Treue an der Pforte eures ehelichen Lebens euch empfängt, sagt, werdet ihr ihn bei euch halten bis an's Ende, daß er seinen Blüthenkranz noch auf eure Grabstätte wird niederlegen? Webe, wenn es anders ist! — Und dieser gute Geist im Ehebnnde ist der Geist der Nachsicht, der Schonung, der Saustmnth, der die Schwächen des Andern verhüllt, die Fehler verdeckt, der nicht Heftigkeit im Busen aufsteigen, nicht Leidenschaft entbrennen, nicht Streit und Hader wachsen, ja der niemals die Sonne untergehen läßt über einen Zwist der Gatten, sondern immer wieder die Hand zur Ver«

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