Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 379 (sequence 401)
- Language
- German
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- Homer 1× ep/1025156
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379 und trefflichen Stelle ab? und wenn man alle Fehler eines Homer, Demosthenes, Plato und der anderen höchsten Männer auf einen Haufen sammelt, wie geringfügig würde er erscheinen gegen das, was sie vortrefflich schrieben? Darum bat die ganze Nachwelt, da sie sich aus Neid nicht des Wahnsinns schuldig machen konnte, die Siegespalme ihnen überliefert, und bewahret sie noch, und wird sie bewahren, so lange Als die Woge noch rinnt, und der Baum noch die Zweige emporstreckt.*) Dennoch ist es angemessen, weil, wie wir gleich Anfangs bemerkten, das Freisein von Fehlern Sache der Kunst ist, die Größe aber des hoben Geistes, daß die Natur überall durch die Kunst unterstützt werde: denn durch die Vereinigung Beider wird die Vollendung erreicht. (Kap. 36.) Die Harmonie der Worte ist nicht bloß ein wirksames Hülfsmittel der Ueberredung und Ergötzung, sondern auch ein bewundernswerthes Organ des Affects. Denn nicht bloß die Melodien der Flöte und Zither erfüllen die Zuhörer mit der Folge der Töne, sondern auch die Zusammensetzung, der Einklang der Wörter, deren Fähigkeit mit uns geboren wird, und von denen nicht bloß die Ohren, sondern auch der Geist berührt wird, wenn sie die mannichfaltigen Ideen der Namen, Sentenzen, Dinge, der Schönheit, des Wohlklangs, deren Sinn uns angeboren ist, erregen und zugleich mit der Mannichfaltigkeit und Mischung der Töne den Affect anfachen, von welchem der Redner ergriffen ist, und die Zuhörer zur Theilnahme an demselben Hinreißen, und durch die Conftruction der Wörter die Größe aufbauen, bald besänftigen, bald erheben in Würde und Höhe, und uns in solche Fassung bringen, daß er unsern Geist ganz in seiner Gewalt hat. (K. 39.) Die genaue Zusammensetzung und Jneinanderfügung der Glieder bringen der Rede, wie einem Körper, den Charakter «V v'Awp rk PLY, Xttt ök'vöpktt zt«xp« r-kH'y^.y. Der Vers ist aus dem. dem Herodot zugeschriebenen Leben Homers.