Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 317 (sequence 339)
- Language
- German
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317 und standhaft,, wie diese Habe und Leben daran setzten, wie diese irdischesMohlleben verachteten, wie diese treu blieben dem Ewigen, der sie prüfte, — und wie dieser, der allgnädig sich Israel ausersehen für seine Offenbarung, ihnen seine Hülfe sandte und seine Wunder zur rechten Zeit. Eines ist es daher, meine Brüder und Schwestern, Eines, was uns insbesondere der heutige Tag zuruft, es ist das Eine, was schon dem Josua, dem Nachfolger Mosis, der Herr zurief, als er in Palästina einrücken sollte, es ist das Eine, das daher heute auch ich Euch zurusen will, heute, aber für alle Zeit, für alle Eure Tage auf Erden, für die Tage des Glücks und die Tage des Unglücks, für die Tage des Ueberfluffes und die Tage des Mangels, für die Tage der Versuchung und die Tage der Standhaftigkeit, zurusen will ich Euch die Worte unsers Gottes: Sei stark und fest! Meine Freunde! das Leben ist ernst. Das Leben ist schwer. Das Leben drückt. Wollen wir uns erdrücken lassen? Eine hohe, gewichtige Ausgabe ist dem Menschen, ist insbesondere dem Israeliten gestellt, wollen wir sie ungelöst lassen? Wollen wir zurückweichen, wie Kinder und Schwächlinge, vor jeder ernsten Forderung? Das ist noch keine Tugend, das noch keine Rechtschaffenheit, das noch keine Keuschheit, das noch keine Frömmigkeit, das noch keine Anhänglichkeit, die ungeprüft geblieben, die sich noch nicht stark und fest bewiesen, wenn der Sturm von außen kam, und der Sturm von innen sich erhob — die nur ihren Weg ruhig wandelte, weil sie es nicht anders wußte. Das Kind ist kein Held, sondern der Mann, der stark und fest gewesen, und nicht gelassen von den Lehren der Religion, von den Grundsätzen der Ehre, von den Gesetzen der Keuschheit und Frömmigkeit trotz Drohung und Lockung. Hinweg also mit jenen Schwächlingen, welche sich entschuldigt glauben, wenn sie