Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 316 (sequence 338)
- Language
- German
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316 ser syrische König, Antiochus Epipbanes, wie er seine Obersten und seine Heerhaufen durch die Länder sandte, und ausrusen ließ: glaubet an meine Götter! wie er dann selbst hinaufzog nach Jerusalem, und den Tempel plünderte, und entweihete, und die Gesetzbücher zerriß, die Gesetzrollen des Herrn, und mit Schwert und Feuer die verfolgte, die dem Ewigen treu anhingen; — und wie er zugleich Gold und Ehren, Aemter und Würden denen zeigte, die da zu seinen Göttern sich neigen würden — und ach! schon damals fanden sich Viele, die solche Lockung nicht ertrugen, die solch' irdischem Theile nicht widerstanden, und den himmlischen dafür Hingaben, die da glaubten: für goldene Götter könne man den einen Gott, den unsichtbaren, lassen! Also spreizte sich Antiochus — aber wie lange? Den 25sten Kislev zog er in Jerusalem ein, und entweihete den Tempel, aber am 25ften Kislev des dritten Jahres zog Judas Makkabäus ein mit seiner Heldenschar, und weihete den Tempel wieder ein — Antiochus aber lag krank in seiner Hauptstadt, und das Siechthum trat ihm in's Herz, daß ihn bitter reueten seine Greuel, die er an uns verübt, und starb. Da ging man vorüber, er war nicht mehr, man frug nach ihm, und er fand sich nicht. Darum, geliebte Gemeinde, ist es ein wichtiges Fest, das wir heute feiern, wichtiger, als es Manchem dünken möchte von euch. Denn haben die Zeiten je aufgehört von der Zeit Juda Makkabi an, wo man euch zurief: Lasset von eurem einigen Gotte, glaubet an meine Götter! Denn haben die Zeiten je aufgehört, wo man euch bestürmte, Israeliten, mit allen möglichen Waffen, mit Schmach und Druck, wie mit den Lockspeisen des Goldes und der Ehre, die Religion eurer Väter aufzugeben, euch zu trennen von den Eurigen, von den Söhnen Jakobs? Immer kehrten diese Zeiten wieder, immer droheten dieselben Gefahren, lockten dieselben Versuchungen. Wohlan! da mußten und müssen wir zurückschauen auf die Thaten unsrer Voreltern, wie diese sich bewährten tapfer