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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 296

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 296 (sequence 318)
Language
German
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IRI
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296 bis Jerusalem. Schenkt mir eure volle Aufmerksamkeit — der Herr aber sein Licht! Meine Lieben! Eine einfache Frage voran. Wozu zündet der Mensch denn Lampen und Leuchter an? Leicht zu beantworten. Um dunkele Räume zu erhellen. Um auch in der Nacht wandeln und handeln zu können, seines Zieles nicht zu verfehlen, nicht zu straucheln und nicht zu fallen.— Und da frage ich euch nun: ist das Leben auf der Erde nicht auch ein dunkler Raum, eine nächtliche Bahn, deren Eingang . , und Ausgang wir nicht kennen, auf der wir zu Zielen geführt werden ohn' unser Wissen? Wenn der Mensch handeln und wandeln will auf der Erde, wenn er seines Zieles nicht verfehlen, wenn er nicht straucheln und fallen will, bedarf er nicht auch eines Lichtes, eines höheren und helleren Lichtes? -Der. Mensch hat Augen, diese sehen, aber leuchten nicht. So hat der Mensch Verstand und Vernunft, Gefühl und Gewissen. Dies sind die Augen des Geistes, mit denen er sehen kann, die ihm aber nicht leuchten. Daher bedarf der Mensch der Augen, um zu sehen, und des Lichts, um den Augen zu leuchten. Daher bedarf er des Verstandes und aller geistigen Kräfte, um zu sehen, aber eines höhern Lichtes, um jenen zu leuchten. Diese Leuchte des Menschen, deren er bedarf um zu wandeln auf dieser Erden, diese Leuchte höheren Lichtes — ist die Religion, ist die Religion des einigen Gottes, Israeliten — und diese ist es, die der Engel dem Propheten Secharjah unter dem Bilde des Leuchters zeigte. — Denket, geliebte Zuhörer, euer Leben wäre ein großer, erhabener Tempel. In den langen Hallen dieses Tempels steht ein goldener Leuchter. Von diesem Leuchter strömet das Licht rein und hell, durch den ganzen Tempel, daß alle Räume, Ecken und Winkel davon erhellt werden — so habet ihr das erhabenste Bild unsrer Religion. Finster und dunkel ist es, Nacht rings umher, die Wege durchkreuzen sich, welcher Weg führet zum Ziele? Auf welchem Wege gelanget der Erdenpilger zur Ruhe und Seligkeit? Welche Angst ergreifet da

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