Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 287 (sequence 309)
- Language
- German
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287 So wie einesIder Zehnworte gehört ward, fuhren die Israeliten eine weite Strecke zurück, aber so wie sie das Folgende hörten, brachten die Engel des Herrn sie wieder nach vorn. ^2 7l2PN ^22 8^12 ^2 lll. :2^2W2 122 2-1l7N So wie eines der Zehnworte gesprochen ward, füllte sich das Weltall mit Woblgerüchen, wie es beißt: 225^ 212!^1222 22I21I2 „Seine Lippen sind Lilien, träufelnd fließende Mvrrhe." (H. L. 5, 13.) Wohl, m. Br. u. Schw., als einen kleinen, aber kostbaren Blüthenstrauß zum Feste bringe ich Euch diesen Midrasch und seine Ausdeutung entgegen, verschmähet ihn nicht, erfrischet Euch an ihm, o und der Gott, der die Lebre gegeben und das Gesetz enheilte, Er gesegne es uns in Seiner Gnade! 1. „So wie Eines der Zebnworte gebört ward, ging den Söhnen Israels gleichsam die Seele aus, aber das Folgende ward ihnen wie der Tbau, der das Todte belebt." — Um es mit einem Mule zu sagen: der Midrasch versiebt hiermit die geistige Ueberwindung, die der Glaube, der geläuterte Glaube, die wahrhaftige Ueberzeugung erfordert, kostet. Man sagt gewöhnlich: der Glaube ist naiv, der Glaube ist natürlich, der Glaube ergibt sich bei dem Menschen von selbst. Es mag sein, so weit es ein kindlicher und kindischer, ein blöder Glaube ist. Aber woher kam es denn, daß die Israeliten schon am Fuße des Berges Sinai das goldene Kalb anbeteten? Woher kam es, daß es nach Moses noch fast ein ganzes Jahrtausend dauerte, bevor die Gottlehre vollständig festen Fuß in Israel faßte, und daß in diesem selbst ein ganzes Jahrtausend hindurch Götzendienst und Gottlehre den erbittertsten Kampf führten! so daß erst von da ab Juda dieser ganz gehörte? Woher kommt es denn, daß zu aller