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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 274

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 274 (sequence 296)
Language
German
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274 Nicht das niederhaltende, zugleich beängstigende und erbebende Gefühl des kosest Imscli. und Xip., auch nicht das freie und fröhliche Gefühl eines Laubbütten-, eines Schluß- und Gesetzesfreudenfestes. Beides nicht. Ein ganz eigenthümliches. Das Fest selbst entrückt uns in die fernste Vergangenheit, in die Kindheit Israels. Es erzählt uns von einem gewaltigen Sklavendrucke, von einem mächtigen Schicksale unserer Nation, das wir selbst nicht erlebt und erlitten haben, das uns aber durch die ewig wiederholte Erinnerung fast wie unser eigenes Schicksal vorkommtals hätten wir selbst unmittelbar daran Tbeil genommen. — Die Gesetze des Festes entrücken uns eben so aus der gewöhnlichen Lebensart und -weise. Nicht wie am großen Versöhnungsrage entfernen wir uns ganz und gar aus dem Leben: dennoch aber ist es nicht dasselbe, was uns umgibt, nicht dieselben Speisen und Genüsse werden uns dargereicht, der Zirkel der Gewohnheit ist unterbrochen, Alles versetzt uns in eine andere Zeit, in eine andere Heimath, unter andere Verhältnisse — Peßach, meine lieben Zuhörer, ist das wahrhaft israelitische Fest, das so ganz und gar und ganz allein Israel angehört. Denn Alles, was israelitisch ist, floß aus diesem Feste, und seiner Ursache und Veranlassung. Durch den Auszug aus Aegypten schloß und bekräftigte Gott den Bund mit dem Volke Israel, den er vordem mit dem Manne Israel, mit Abrabam, Isaak und Jakob geschlossen. Durch den Auszug aus Aegypten gelangten die Israeliten zur Erkenntniß des einigen Gottes und seiner Allgewalt und seiner Allfürsehung und seiner Allgnade; durch ihn gelangten ste zum Besitze der Offenbarung und Gesetzgebung; durch ihn also erhielten sie ihre Bestimmung, ihre Aufgabe, ihren Zweck gind ihr Ziel, diese Offenbarung und Gesetzgebung zu tragen durch alle Welt und alle Zeit - 172p ^272 15112721 und seine Herrschaft empfingen sie mit Wohlgefallen über sich. Dennoch aber, meine tbeuern Brüder und Schwestern, ist es ein Gedanke besonders, den das Peßachfest in uns

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