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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 197

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 197 (sequence 219)
Language
German
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197 .mein, und sich den Weg zum Versöhner bahnen; aber wie, wenn die Jugend nutzlos in Genüssen und zerstörender Schwelgerei vorübergegangen, ein verdorbenes, verlorenes Mannesalter hervorgeht: so ist es vorüber und zu Ende mit der Wirkung des heutigen Tages, wenn auch jetzt keine Besserung und keine Reue in unsere Seele kam. III. Nach dem Morgen und Mittag kommt der Nachmittag. der Starke erkennt deinen Glauben an^ "^2 auch zu der Zeit, wo man dein ÄZohlgefallen nicht erkennt. Also beginnen unsere Minchapijutin, und mit diesen ist vortrefflich der Mann im wahrhaften Sinne geschildert, der Mann, dessen Tag des Herrn ist. Der Starke, der Erprobte, der Gestählte, der das Leben kennen gelernt, und dessen Gaben und Verluste, Wechsel und Gefahren, dieser, ein solcher Starker, erkennet deinen Glauben an; er ist inne geworden, daß aus den Schiffbrüchen des Lebens dieser Glaube allein übrig blieb, allein davon getragen wird, allein der Nachen ist, auf welchem wir in den Hafen gelangen können: der Glaube an die Vorsehung droben, die Zuversicht zum Gotte Israels, die Hoffnung auf den himmlischen Helfer, Geber und Nehmer. Darum erkennt er ihn auch an zu der Zeit, wo sein Wohlgefallen er nicht erkennt, auch in den Stürmen des Lebens, auch am Grabe der Seinigen, auch im Verluste seiner Habe, auch in der Gefährdung seiner Ehre, auch im Darben und Entbehren; er erkennt ihn an, und vertraut ihm, und hofft auf ihn, und läßt ihn nicht bis zum Ende des Streites, wo die Ruhe und der Frieden wieder heimkehren. Meine Freunde, so ist der Mann, der wahre Mann, der Starke, Erprobte, Gestählte, dessen Lebenstag, durch solchen Glauben, des Herrn ist. Er weiß nun schon, daß die Zeiten des Lebens vorübergehen, daß vorübergeht Alles, was sie mit sich bringen, daß es keinen Kampf und keinen Sturm gibt, der nicht vorüber-

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