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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 185

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 185 (sequence 207)
Language
German
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IRI
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185 Brust, ohne Feuer- und Brandmal. Und da lege ich denn zuvörderst an euer Herz die Worte des Propheten Jesaias K. 59, B. 1 u. 2. Siebe! nicht zu schwach ist des Ewigen Hand zum Retten, nickt taub ist sein Ohr zum Hören, sondern eure Missethaten scheiden euch von enerm Gotte, und eure Sünden bergen sein Antlitz vor euch, daß er nicht böret. Und dann die Worte K. 50, L. 2. Warum, wenn ich kam, war Niemand da, und antwortete Niemand, wenn ich rief? Ist etwa zu kurz meine Hand zum Erlösen, oder bab' ich keine Kraft zum Erretten? I. Alle Beziehungen des Menschen, in denen er stebt auf diesem Erdenrund, sie sind dreifacher Art, zu sich selbst, zu seinen Nebenmenschen, zu Gott! Dies ist der ganze Umfang, der Umkreis des Menschen, in diesen Schranken bewegt er sich, all' sein Denken, sein Sprechen und Handeln betrifft diese. Und was er Gutes tbnt, und worin er dem Rechten folget, es-belanget eines von diesen Gebieten; und worin er auch fehlet und sündigt, gegen diese ist es gerichtet. Und so muß denn die Versöhnung zuerst, sein eine nach innen^ eine Versöhnung mit sich selbst. — Wie, meine Freunde? Ist denn nicht jeder Mensch mit sich einig? Sucht nicht ein Jeder seine eigenen Vortbeile zu verfolgen, seinen eigenen Gewinn zu erlangen? Thut denn Einer etwas Anderes, als was er bei sich und mit sich beschlossen bat? Wozu bedürfte es also einer Versöhnung mit sich selbst? Siehe! da taucht aus unserm Innern ein Bild hervor, rein und verklärt, angetban mit dem Lichtglanz der Wahrheit und Tugend, verherrlicht mit der Sternenkrone der Frömmigkeit. Was ist dies für ein Bild? Das ist der Mensch, das Ebenbild Gottes, wie er sein sollte, der Mensch, wie er der Schöpferhand des Allgütiqen entrann, und wie er zu ihr znrückkebren sollte,

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