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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 145

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 145 (sequence 167)
Language
German
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IRI
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unendliche Schöpfung, die große unendliche Schöpferkraft tritt, welche den Schöpfer vom Geschöpfe, den Himmlischen vom Irdischen, den Ewigen vom Kinde der siebzig Jahre trennt: sondern unser Gott, uns angehörig, als Vater den Kindern, wir ihm verwandt, sein Odem, wir ruhend in seinem Schoße, gehalten von seiner Hand, getragen von seinen Flügeln. Und insbesondere unser Gott, Israel, da er aussprach durch seinen Diener Mose: 2N2 ^2 dich erwählte der Ewige dein Gott, ihm zu sein ein eigentümliches Volk (5. B. Mos. K. 7. V. 6.), heilig und fromm, gottesfürchtig und tugendhaft; da du, Israel, am frühesten den Herrn als ein einiges, ewiges Wesen erkanntest; am frühesten die Gewißheit erhieltest, da droben walte der Ewige, ein Gott; am ehesten abthun und verabscheuen lerntest den Götzendienst, den Bilderdienst, das Bücken vor den Geschöpfen der Erde, vor den Gebilden der Menschen; am ehesten wußtest, da ist kein Körper, der den Geist des Höchsten umschließt, und kein Körper, der des Herrn nicht ist; am ehesten wußtest, ewig, unveränderlich, einig und allgnädig ist er, und wir sollen ihm nacheifern, so lange der Odem des Herrn in uns weilet! Meine Freunde, wenn das kein Trost wäre, was vermöchte uns dann zu trösten? Denn da der Ewige unser Gott ist, wie könnten wir zagen und zittern? — also er unser Schutz, wer könnte uns was anhaben? also er unsre Macht, wes Andern bedürften wir? also er unsre Hülfe, und genügte diese uns nicht? — Ist die Erde nicht unsre Heimath, ist es doch der Himmel bei ihm; ist die Erde nicht der Wohnplatz der Freude, ist es doch der Himmel bei ihm; ist die Erde voller Schrecken und Nöthen, voller Mühen und Verluste, so ist doch der Himmel deren leer, und kennt sie nicht, und wir werden sie nicht kennen bei ihm! Ja, Herr, das tröstet uns, daß du, der Ewige, unser Gott bist!

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