Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 11 (1905) Jung Israel
- Issue
- 23-24 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 377 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9620171-9626617-9623135--1941-9623164- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
JUNG ISRAEL 377 diesen Preis will er sein Vergnügen nicht erkaufen. Wie, er sollte seine Eltern wecken, sollte so seine Pflichten vergessen um eines Vergnügens willen?- Noch einen Moment des Zauderns, noch einen Blick voll Sehnsucht und Schmerz — dann schleicht er leise zurück den Weg, den er gekommen, zurück in sein Zimmerchen, das er so hoffnungsfroh verlassen und ein Tränenstrom entstürzt seinen Augen. — Er hat den ersten bitteren Schmerz in seinem Leben erlitten. („Franks. Israelit. Familienbl.") -m Was lehrt uns das ehanuha-Felt? tBei innerem Preis - Ausjchreiben mit dem zweiten Prerje ausqe;eichnet.j Wieder erstrahlt in Hellem Lichterglanz der Tempel zu Jerusalem; wieder erschallen frohe Tanklieder dem Ewigen. Wieder, ach nach langer Zeit der Schmach und Schande, zieht ein junger jüdischer Held, der Befreier seines Vaterlandes in Jerusalem ein: Juda M a k k a b i. Mit einer kleinen Schar hat er das große Heer der Syrer besiegt und aus dem Lande getrieben im Vertrauen ans den Mut des Volkes und mit Gottes Hilse. Das Volk der Juden jauchzt ihm zu, und der Name Makkabi schwebt aus aller Lippen; wahrlich der Sieger von Bethzur und Emmaus hat Grund, stolz und selbstbewußt zu sein. Aber er ist es nicht. Demütig dankt er Gott allein für seine Erfolge, und seine erste Regierungshandlung ist die Wiedereinweihung des Tempels zu Jerusalem. Was lehrt uns Ehanuka-Fest? Tapfer und gottergeben zu werden wie Juda Makkabi. Fritz Asch, Berlin W. 15, Joachimsthalerstr. 21.