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Israelitischer Jugendfreund · 1905-01-01 · 17 (1905) · p. Seite 267

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
11 (1905) Jung Israel
Issue
17 (1905)
Date
1905-01-01
Page
Seite 267 (sequence 15)
Language
German
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JUNG ISRAEL 267 Brief aus patäftina. Liebe Kinder! Heute will ich euch etwas davon erzählen, wie wir nach Wadel-chanin gegangen sind. Schewuans sind wir in Rischon gewesen. Den zweiten Tag sind wir nach Wad-el-chanin gegangen. Der Weg ist sehr, sehr sandig gewesen, und es hat mir sehr viel Mühe gemacht, weil ich nur Sandalen aus den bloßen Füßen hatte. Ich habe meine Geduld verloren und wollte umkehren, aber da hat meine Mama gesagt, ich soll nicht umkehren, sondern ich soll sie anfassen. Dann hat es nicht mehr lange gedauert und wir sind schon dagewesen. Erst sind wir in einen schönen, großen Orangen-Garten gegangen. In der Mitte war ein schönes Bassin; dazu führte eine hohe Treppe herauf. Das Wasser darin sah grün aus. Dort haben wir schönes, kühles Wasser getrunken. Mein großer Freund hat das Wasser holen lassen. Rings um das Bassin waren hohe, schlanke Bäume mit schönen, blauen Blüten. Mein Freund hat einen Araber geschickt, daß er viele Zweige für mich abpslücken sollte. Da habe ich mir auch die Füße gewaschen. Nachher sind wir von dem Bassin alle heruntergesprungen und sind in dem Orangen-Garten spazieren gegangen. Da sind ganz junge Orangenbäumchen: die haben ganz kleine, grüne Früchte gehabt. Das Wasser in dem Bassin ist nicht blos zum Füße waschen, sondern es ist auch zur Bewässerung da. Von dem Bassin fließt das Wasser in die Kanäle, von den Kanälen in die Erde. Als wir noch in einen anderen Garten gegangen sind, waren die Zement- Röhren gerade ohne Wasser. Wir Kinder sind hineingesprungen und sind darin gelausen. An der rechten Seite waren Eukalyptusbäume. Dann haben sich die Eukalyptusbäume auseinandergeteilt. Wo die Teilung war, da war ein Graben. Darin war aber kein Wasser, sondern nur abgeschnittene Zweige. Meine Mama ist zuerst ge- und noch ein Mädchen sind hinübergetragen worden. In dem Orangen-Garten war ein kleines Häuschen. Darin gab es Bier und Wasser zu trinken. An einer Seite des Häuschens wuchsen

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