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Israelitischer Jugendfreund · 1905-01-01 · 13 (1905) · p. Seite 197

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Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
11 (1905) Jung Israel
Issue
13 (1905)
Date
1905-01-01
Page
Seite 197 (sequence 11)
Language
German
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JUNG ISRAEL 197 Die drei Witze. Ein Mann aus Jerusalem war in weiter Ferne auf einer Geschäftsreise begriffen, als ihn in einer Stadt der Tod überraschte. Vor seinem Hinscheiden gab er dem Herrn des Hauses, in dem er wohnte, eine bedeutende Geldsunnne mit den folgenden Worten: „Sollte mein Sohn aus Jerusalem konnnen, so liefere ihm dieses Geld aus, doch nur unter der Bedingung, daß er durch drei Handlungen seinen Witz zeige — - kann er das nicht, so bleibt die ganze Summe dein Eigentum." — Der Fremde starb und wurde zur Erde bestattet. Die Einwohner der Stadt, von dem letzten Willen des Mannes unterrichtet, trafen unter sich die Verabredung, daß niemand von ihnen einem Fremden die Wohnung eines Mitbürgers zeigen dürfe. Der Sohn des Verstorbenen, vergebens auf die Rückkehr seines Vaters harrend, reiste nach jener Stadt, die er ebenso wie den dortigen Gastfreund seines Vaters bloß dein Namen nach kannte, und merkte bald, daß es nicht so leicht sei, die Wohnung des letzteren zu erfahren. Da sah er einen Mann, der ein Biindel Holz trug. — Ist das zum Verkaufe? fragte er. — Allerdings! lautete die Antwort. Er zahlte den Preis und sprach: Trage das Holz in das Haus des Mannes, den ich dir nenne — hier bezeichnet er den Gastfreund seines Vaters — ich werde dir folgen. — Der Holzhändler trug das Bündel in das bezeichnet Haus, und als ihn der Hausherr fragte, wozu er das Holz bringe, antwortete er: Ter Mann, der mir folgt, hat es gekauft und mir aufgetragen, es hierher zu bringen. — Das war der erste Witz. — Der Fremdling wurde freundlich ausgenommen, und da er sich als den Sohn des verstorbenen Freundes zu erkennen gab, auch gastlich bewirtet. An dem Mittagmahle, das zu Ehren dieses Gastes veranstaltet wurde, nahmen der Hausherr, seine Frau, zwei Söhne und zwei Töchter teil. — Man trug 5 Stück gebratene Rebhühner auf.

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