Mannheim
Compact Memory

Israelitischer Jugendfreund · 1905-01-01 · 11 (1905) · p. Seite 175

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
11 (1905) Jung Israel
Issue
11 (1905)
Date
1905-01-01
Page
Seite 175 (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/9620171-9626617-9622829--1625-9622848
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

JUNG ISRAEL 175 Lasten gleich waren, hielten sie einander auch das Gleichgewicht. Durch das Hinznkommen des Mädchens wurde die Lache aber eine andere. Jetzt war die eine Last größer geworden und erforderte also, um noch zu derselben Höhe gehoben zu werden, eine größere bewegende Kraft. Sollte die Wirkung der ungleichen Lasten wieder eine gleiche werden, so mußte die größere Last dem Drehpunkte näher rücken, um sich durch einen kleineren Bogen zu bewegen, nnd so durch die geringere Geschwindigkeit die größere Last wieder anszugleichen. Der Knabe mit seinem Schwesterchen mußte also dem Drehpunkte um so näher rücken, je mehr seine Last vergrößert war, oder die Abstände beider Knaben vom Drehpunkte müssen gerade im umgekehrten Verhältnisse zu den drückenden Lasten stehen. Indem der Knabe das tat, enthüllte er uns also unbewußt eins der wichtigsten Gesetze der Mechanik, das Gesetz des Hebels. Der Physiker, der die Abstände vom Stützpunkte Hebelarme nennt, würde es ausdrücken: Soll der Hebel im Gleichgewichte sein, so müssen sich die Kräfte umgekehrt verhalten wie die Hebelarme. Was untere Weifen lehren Der giebt viel, der wenig giebt mit Freundschaft Wer einem Armen das Almosen öffentlich giebt, ist ein Sünder Kem Mensch wird freiwillig zum Bösewicht 6rst bessere dich, dann bessere andere -*> Durch Wohltaten macht man den Freien zum Sklaven

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.