Mannheim
Compact Memory

Israelitischer Jugendfreund · 1905-01-01 · 10 (1905) · p. Seite 150

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
11 (1905) Jung Israel
Issue
10 (1905)
Date
1905-01-01
Page
Seite 150 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/9620171-9626617-9622804--1591-9622814
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

150 JUNG ISRAEL „Nenne mir meinen Vater, sage mir, welchen Namen er mir gegeben, und erzähle mir, wie wir hierher gekommen." „Bisher," erwiderte Amathlai, „nannte ich dich nur „mein Kind"; denn für dein Leben zittern ich und dein Vater Therach. Er hat dir den Namen A b r a nt gegeben und ihn mir — ans Furcht vor Lauschern — zu nennen verboten. Wisse — ein mächtiger König, Nimrod ist sein Name, hält sich für Gott. Es ist ihm aber geweissagt worden, daß du ihm seine Herrschaft über die Welt entreißen wolltest; darum wollte er dich töten. Tein Vater hat uns hierher gebracht, und wie durch ein Wunder sittd wir lis zum heutigen Tage am Leben geblieben. Toch ich fürchte, verlassen wir die Höhle, so wartet unser der Tod." Mit steigender Verwunderung hatte Abram zugehört; aber fannt hatte seine Mutter geendet, da rief er voll edlen Feuers: „Nintrod lügt! Nicht er ist Gott, sondern ein Größerer, unendlich Mächtigerer, als er, der sterbliche König. Fürchte nichts für mein Leben, geliebte Mutter. Eile zum Vater und sage ihm, daß ich wüßte, lver der wahre Gott sei. Möge er es Nimrod verkünden. Ich bleibe hier im Schutze Gottes." Tie Mutter, stauueud über die Worte Abrams, küßte ihren Sohn und verließ die Höhle. Tann ging sie zu Therach und erzählte ihm alles. Wert des ßandroerbs flus Dr. Baars Hnfprache an die Knaben des Waiienhaufes zu üewyork Aus dem Englischen übertragen von l)r. D. Engländer-Berlin. Viele von euch sind in der Schule bereits so weit gefördert worden, daß sie bald ins praktische Lebett treten können. Ta möchte ich meten von euch empfehlen, ein gutes Handwerk zu tvähleu und zu erlernen. Ein altes 'Sprichwort sagt: „Handwerk hat einen goldenen Boden." Zwar^ hat es etwas von feiner früheren Bedeutung verloren, da durch die Macht der Maschinen der Wert der Handarbeit bedeutend vermindert worden ist; nichtsdestoweniger steht ein tüchtiger und geschickter Hand-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.