Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 11 (1905) Jung Israel
- Issue
- 7 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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JUNG ISRAEL 105 DIE PYRAMIDEN VON GIZEH. EM ffiüiST*^ Der Rabbi von Badiarach Gewiß habt ihr schon einmal von den Marannen gehört, die zur Zeit der Austreibung der Juden aus Spanien zrurr scheine das Christentmn annahmen, um unter dieser äußeren Form ihr Judentum weiter belvahren zu können und zu giinstiger Zeit wieder zum Judentum znriickzukehren. Daß es aber auch in neuerer Zeit Marannen gibt, ist euch lvahrscheinlich weniger bekannt, wenn auch ihre Zahl nicht gering ist. So entstammte zum Beispiel der bekannte englische Oberst G o l d - sttl'id, der im vorigen Jahre gestorben ist, einer marannischen Familie, und erst im reisen Alter war er zum Judentum znrückgetretere. In einem gewissere Sinne war auch Heinrich Heine, dessen Namen ihr gewiß kennt, ein Marannc. Wenn er auch nicht vor blutiger Verfolgung sein Judentum zu verbergen hatte, so glaubte er doch keinen anderen Weg zu habere, um seine Fähigkeitere areerkarrnt zre sehen. Innerlich aber blieb er stets, so wie die Marannen der früheren Zeit, seiner Auffassung dorre Judentum treu. Und drrrch alle seine Schriften zieht sich eine grenzenlose Liebe für dere jüdischere Stamm rued die jüdische Lehre. Unter den herrlichere Dichteurgen, um die er die moderne jiidische Literatur bereichert hat, steht obenan seire leider unvollendetes Werk: „Ter Rabbi von Bacharach". Hier schildert er selbst ein Strick