Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 11 (1905) Jung Israel
- Issue
- 4 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 58 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/9620171-9626617-9622660--1451-9622674- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
58 JUNG ISRAEL. Zu unseren Illustrationen. Die bildende Kunst, wie Bildhauerei, Architektur und Malerei, sind erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit im Judentum vertreten, während die sogenannten schönen Künste, wie Musik, Schauspielkunst u. s. w. schon weit früher von Juden ausgeübt wurden. Es sei hier nur an König David erinnert, der als der Erfinder des von Musik begleiteten Gottesdienstes anzusehen ist. Wir brauchen ferner nur Namen wie Meyerbeer, Halevv, Goldmark n. a. m. zu neunen, um an die bedeutendsten Komponisten erinnert zu werden, während Adolf Sonnenthal der hervorragendste Schauspieler der Gegenwart ist. In den letzten Jahren haben wir in unserer Mitte auch eine stattliche Zahl berühmter Vertreter der bildenden Kunst aufzuweisen. Über den holländischen Maler Jozef Israels ist im 10. Jahrgang des „Israelitischen Jugendfreundes" einiges Wissenswerte mitgeteilt worden, und einige seiner Bilder: „Saul und David", „Kinder des Meeres" und das Portrait des Künstlers haben unsere Leser mit Wohlgefallen in Augenschein genommen. Auch „Habdalah" von Hermann Struck, „Die Makkabäer" von Jehudo Epstein, „Simson" von Solomon I. Solomon, ,,Der verdiente Groschen" von Mauricy Trebacz u. a. m. waren ein schöner Schmuck unseres Blattes. Heute bringen wir die Portraits einiger jüdischer Künstler der Gegenwart zum Abdruck. Auf die Persönlichkeiten näher einzugehen, sei uns für später Vorbehalten. Außerdem enthält diese Nummer eine Wiedergabe der prachtvollen Radierung von Hermann Struck: „Brunnen bei Jaffa." Übrigens wollen wir bei dieser Gelegenheit nicht unerwähnt lassen, daß der Verlag dieses Blattes ein Buch unter dem Titel „Jüdische Künstler" herausgegeben hat. das in seiner geradezu wundervollen Ausstattung bei außerordentlicher Reichhaltigkeit und Gediegenheit des Inhalts ein Schmuck für jeden Lesetisch nnd jede Bibliothek genannt zu werden verdient. In diesem Buche findet man künstlerische Wiedergaben der meisten und berühmtesten Werke der Künstler, deren Portraits das vorliegende Heft zieren.