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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 19-20 (1898) · p. Seite 303

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
19-20 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 303 (sequence 25)
Language
German
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303 — Sprachforscher Daniel anders das Wesen dieser sonderbaren Mundart zum Gegenstand ernster Forschung gemacht hat.) Das rnaasse (Erzählung) stet in Berochaus (Abschnitt im iLalmub). Ein chosid (frommer Mann) ging über feld mr' ort' (betete), da begegnet im ein hegmon (Bischof» un' grüßt in, da schwig der chosid stil un' entwert (antwortete» im nicks, un' ort' (betet) vor sich. Da wartet der hegmon, bis er aus geort hat, da sagt er, du beswicht, da ich dich Hab' gegrüßt, warum daukestu mir nit? Hieb ich dir dein Kops ab, wer wolt niir darunl tun, ich het doch recht. Da sagt der chosid widerwert: los mich verentwerten, nn' Hub an int’ sagt: wen du stündest vor einem melech (König» der ein Mensch wer, nn' redst mit im, ml' kein ein Meysch un' grüßt dich, wirstu im auch danken? Da sagt er nein. Wen du im aber dankst, was Wirt dir der melech tun? Da sagt er, er ließ mir beit Kops abschlagen. Da sagt der chosid, nun sich (sieh), das bet ein schlechter melech, der ein Mensch is un' sterbeu muß as (wie) ein anderer Mensch: warum soll ich dir den geentwert (geantwortet) haben, un' ich steh vor dem nielech malche hamlochim hakodausch boruch hu (König aller Könige, dem Heiliget!, gelobt sei er), der ewig lebt? Da schwig der hegmon stil un' lis (ließ) den chosid mit scholaum (in Frieden» gen «gehen». (Aus Winter und wünsche, III. 55y.) Anmerkung: Natürlich sind solche jüdisch-deutsche Erzählungen nicht mit deutschen oder lateinischen Buchstaben gedruckt, sondern mit hebräischen (jüdischen); auch sind in der obigen Erzählung die Satzzeichen (Interpunktion) nur zum besseren Verständnis gesetzt; iin Jüdisch-deutschen fehlen sie meistens. Und wie es mit der Orthographie steht, das seht ihr an dieser Probe. Spiel. Tag und Nacht. Die Spielenden bilden, nachdem je ein Führer gewühlt ist, zwei Parteien, die sich acht oder zehn Schritte von einander entfernt, in Reihen, Rückeit gegen Rücken, anfstellen. Die eine ist die Tag-, die andere die Nachtpartei. Etwa dreißig bis vierzig Schritte von jeder Partei befindet sich ein Freimal, welches je nach Umständen voit einer der beiden Parteien zu erreichen gesucht wird, aber so, daß die betreffende Hälfte nicht in das vor ihr liegende, sondern in das ihrer Gegenpartei zu entfliehen sucht. Eine kleine Holzscheibe, bereit eine Seite schwarz gefärbt, die andere aber weiß

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