Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 16 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 244 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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244 Stunde von der Residenzstadt Detmold entfernt, wollte Bändel das Denkmal errichten: er verfertigte daher bis zum Jahre 1836 ein größeres Modell, so daß schon 1838 mit den Vorarbeiten begönne!: werden konnte. Sobald der holde Frühling ins Land zog, war der nicht ermüdende Künstler von: frühen Morgen bis zun: späten Abend in seinen: Blockhänschen an der Grotenburg thätig. Am 17. Juli 1846, als der Unterbau bereits vollendet war, mußte aus Mangel an Geldmitteln (Bändel selbst hatte schon sei:: ganzes Vermögen dem edlen Zwecke gespendet» die Arbeit ruhen, und erst 1871 konnte mit der Aufstellung der Riesenfigur begonnen werden. Endlich, Anfang 1875 stand das große Werk vollendet da, und an: 16. August desselben Jahres konnte das Denkmal im Beisein des deutschen Kaisers und einer großen Volksmenge feierlich eingeweiht werden. Der Unterbau des Denkmals ist 27 m hoch, die Statue des Chernskerfürsten 17 m, das Schwert allein 7 m, das ganze Denkmal 53,6 m hoch. Die Baukosten betrugen etwa 260 000 Mark. Die Inschrift auf dem Schilde lautet: „Treu fest!" auf dem Schwerte: „Deutsche Einigkeit n:eine Stärke: meine Stärke Deutschlavds Macht!" Nicht lange mehr sollte der greise Künstler den größte»: Frendentag sei»:es Lebe::s, den Einweihu»:gstag seines Meisterwerkes überleben: denn schon am 25. September 1876 »nnßte er in Neudegg bei Doiminvörth das Zeitliche segnen. Änsichtsliarlen. ,as ist doch n:al eine gescheite Erfindung, die Ansichtskarte! Nicht wahr? Wie wird sich »neu: Vetter Paul freue»:, die Schneekoppe oder Helgoland oder das Niederwaldde»:k»nal ir: »naturgetreuer Abbildung und zugleich schwarz (oder bunt) auf weiß zu sehe»:, daß ich wirklich »'iberall gewese»: bin und »virklich ,,alles" gesehen habe. Oder: »vird die Tmite Laura aber Anger: machen, vor: mir ein Lebenszeichen von: Brocke»: herab oder aus dein Fürste»:steiner Grn»:d oder ans Noiderne») z»: erhalten! Die »vird sehr überrascht sein, nnch in so »veiter Ferne zu rvissen! llnd »:::»: gar erst der „Onkel Jugendfreund^, der ahnt getviß nicht, daß ich am Ostseestrande oder im Thüringer Wald die schöne Ferierrzeit verlebe! Solche ur:d ähnliche Gedanken »nochten euch wohl durchs Köpfcher: gegangen sei»:, als ihr dem Vetter, der Tante, dem „Onkel Jugensreund" mit einer Ansichtskarte eine Freude zu bereiten beabsichtigtet. Was der Vetter oder die Tante dazu sagte»:, weiß ich nicht, aber ich bin überzeugt, daß sie sich ebenso wie ich über eure Aufmerksamkeit gefreut habe»:. Wozu die Ansichtskarte»: alles dienen könne»:, und was sie alles darstellen, darüber habe ich »nir ii: bei: Ferien gewisse Gedanken gemacht, und