Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 15 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 231 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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231 acht Tage. Erna war ganz traurig. Wo war das Tierchen nur geblieben? — Da fani ganz unerwartet die alte Marthe auf den Hof, und was hielt sie da in ihrer Schürze? Atemlos schaute Erna hin. Richtig! es war das Gänslein. Es hatte sich zu der alten Frau verlaufen, war jedoch von ihrer Henne, die eben ihre Büchlein hernmführte, treu versorgt worden. Run hatte Marthe von dem Verlust gehört und das Gänslein wiedergebracht. Aber die Freude, als sie dasselbe auf den Boden fetzte und es mit aller Eile zu den andern Gänslein lief, konnte Erna nie vergessen. Wahrhaft ergreifend war es itzr, als sie sah,. wie die alte Gans mit ansgebreiteteu. Flügeln und lautem Geschnatter auf ihr verloren geglaubtes Kind zueilte. Und auch dieses kam zu allererst zur Mutter gerannt, nüt offnem Schnäbel' chen, als verlange es von ihr Nahrung. Nun kam auch der Vater Gans und die anderen Gänse herbei und begrüßten den Ankömmling. Erna konnte sich nicht satt sehen an diesem Bilde. Ans einmal wurde es ihr klar, was ihr all' diese Wochen gefehlt, trotz aller sie umgebenden Freuden: Die Heimat war es, Mutter und Vater und die Gespielen. „Überall ist es schön, doch am schönsten daheim!" dachte sie still bei sich: aber laut aufjubelte sie, als bald daraus ein Wagen die glücklich heimkehreuden Eltern brachte, und sie wieder von den Armen von Vater und Mutter umfangen ward. Tante Ida. )-f.d)lun<j! preisaufcirtbe! wer sich dieses Wal um einen Preis bewerben will, muß bis zum 20. August einen kleinen Aufsatz einschicken über irgend ein interessantes Erlebnis während der Ferien. Die Preisbewerber wollen folgende Bestimmungen beachten: l) Nur Arbeiten von Abonnenten werden zugelassen. -2) Die Arbeiten müssen von den Einsendern selbst angefertigt und geschrieben sein. 5) Jeder Einsender muß seinen vollen Namen, das Alter, die Schule, die er besucht, und die Alasse, in der er sitzt, angeben. Daß die Arbeiten sauber und möglichst gut geschrieben sein müssen, versteht sich von selbst. Es werden 3 Preise für die besten 5 Arbeiten ausgesetzt. Die Preise bestehen in wertvollen Büchern. So, nun wißt Ihr alles, was Ihr in Bezug auf die preisarbeit wissen müßt, und nun geht frisch an die Arbeit! Es grüßt Euch alle bestens der „Onkel Jugendfreund".