Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 13-14 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 215 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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215 Kind! wolltest du mir einen Schluck Wasser geben?" „Auch euerm Esel." antwortet das Mädchen, und hurtig giebt es beiden zu trinken. Der Reisende, ihn: dankend, sagte zu ihm ganz gerührt: „Braves Kind! du hast wie Rebekka gethan." „Ihr habt aber nicht wie Elieser gethan," antwortete rasch das Mädchen?) Sprüche des Josua Sirach. „Der Herr will den Bater von den Kindern geehrt haben, und was eine Mutter die Kinder heißt, will er gehalten haben." 3, 12. 16. „Mein Kind, ninnn dich deines Vaters im Alter an und betrübe ihn ja nicht, so lange er lebt. Verachte ihn ja nicht darum, daß du geschickter bist." 3, 12. 13. „Des Vaters Segen baut den Kindern Häuser." 3, 9. „Das ist ein böser Mensch, der nicht sehen mag, daß man den Leuten Gutes thut, der sein Angesicht abwendet und sich um keine notleidende Seele bekümmert." 14, 8. „Lobe keinen Menschen seiner Gestalt wegen und verachte keinen seines Aussehens wegen. Die Biene ist zwar klein; aber ihre Frucht hat den Vorzug unter den Süßigkeiten." 11, 2. 3. „Vergieb deinem Nächste:: die Beleidigung. Gott vergiebt dir doch auch deine Sünden, wenn du bittest." 28, 2. „Ein Dieb ist nicht so böse als ein Mensch, der sich zum Lügen gewöhnt, aber zuletzt kommen sie beide ins Verderben." 20, 22. 23. „Feige Bescheidenheit in allem deinem Thun, so wirst du von edlen Menschen geliebt werden. Je höher du bist, desto mehr demütige dich, so wird Gott dir hold sein." 3, 17. 18. „Mein Kind, strebe von Jugend auf nach Bildung; dann wirst du bis zum Greisenalter Weisheit finden. Nahe dich ihr, wie der Pflüger und Sämann, und erwarte ihre Früchte. Ihre Bearbeitung wird dich anfangs einige Mühe kosten; aber bald wirst du ihre Früchte genießen." 6, 18. 19. „Siehe zu, daß du einen guten Namen hast; der bleibt gewisser als tausend große Schätze Gold. Ein Leben, es sei noch so gut, währt eine kleine Feit, aber ein guter Name bleibt ewiglich." 41, 12. 13. „Hüte dich, ein Ohrenbläser zu sein, verfolge auch niemand hinterlistig mit deiner Zunge. Den Dieb erwartet Schande, ein schlimmeres Urteil den Doppelzüngler." 5, 14. *) Llieser schenkte der Rebekka, die ihm und seinen Kamelen zu trinken gab, Armbänder und Ohrringe. Genesis Kap. 2\, v. 22.