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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 13-14 (1898) · p. Seite 214

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
13-14 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 214 (sequence 24)
Language
German
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— 214 — abzuwehren. Diese erschienen vor Alexander, erzählten ihm, wie die Israeliten, als sie aus Ägypten gingen, große Reichtümer fortgetragen hatten und verlangten deren Rückerstattung. Unser Männchen erschien von neuen:, und sich auf das nämliche heilige Dokument stützend, von welchem sie ihre Ansprüche herleiteten, sprach es: „Großer König! ich widerstreite ihr Begehren nicht; die Wiedererstattung ist gerecht, und sie soll geschehe!:. Aber, du höchster Fürst! wirst auch :n:s Gerechtigkeit widerfahre!: lasse::. Aus je::en: heilige:: Dokumente geht hervor, daß ui:sre Vorfahren, sechsn:alhni:derttansend cm der Zahl, über 400 Jahre von der: Ägypter:: zu harten und sklavischen Arbeiten, ohne irgend eine Bezahlung, gezwungen wurden. Wir werden die verlangte Wiedererstattung leisten, und sie inögen uns den Lohn von sechsinalhunderttausend Arbeitern für den Zeitraun: von vierhundert Jahren bezahlen." Die Ägypter verstummten, und da sie nichts antworten konnten, entflohen sie. 2. Geistreiche Knlworten von Kindern. Ein guter Mann, der nach Jernsalen: reiste, kan: durch einen sch:nalen Feldweg. „Wo gehst du?" rief ihn: jemand zu. „Ich gehe ans den: Wege." „Auf den: Wege der Spitzbuben, ja," wurde ihn: sogleich geantwortet. Er geht weiter, und da er die Straße nicht mehr kennt, fragt er einen Knaben, welches der kürzeste Weg nach Jernsalen: sei. „Dieser," sagt das Kind, ihm einen zeigend, „ist kurz und lang; dieser andere dagegen ist lang und kurz." Der Einfältige schlägt jenen kurzen und langen Weg ein, und siehe da! alsbald ist er im Angesicht der heiligen Stadt. Er geht voran und findet, daß die Stadt ringsum von Gärten und Anlagen umgebe:: war. Er geht ab und zu, und kann immer die Stadt nicht erreichen. Er:dlich kehrt er ermüdet zurück, und da er abermals den Knaben trifft, sagt er unwillig zu ihm: „Aber hast du nur nicht gesagt, daß er kurz sei?" „Ich habe gesagt, daß er kurz und lang sei; du hättest sollen den andern wählen." Er fängt seine Neise noch einmal an, und begegnet einen: Knaben, der einen ganz verdeckten Korb trug. „O, gutes Kind, was hast du in: Korbe, daß du ihn so sorgfältig zugedeckt hast?" „Herr, tvenn ich es sagen wollte, würde ich ihn nicht mit solcher Sorgfalt zugedeckt haben." Angekomrnen an den Thoren!der Stadt und vor Durst lechzend, begegnet er einem Mädchen, welches Wasser im Brunnen schöpfte. „Mein

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