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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 13-14 (1898) · p. Seite 202

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
13-14 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 202 (sequence 12)
Language
German
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202 — großgezogen würden, um später mehrere Stunden täglich in der Gesell schnft von vorlwhmen Herren und Fürsten znznbringen. „Oder von Wilddieben," knurrte eine Stinnne ans dem Hintergründe. Der Karlenand Mumenfreund nli-August. Das silld die herrlichen Ferienmonate. in welcher die Schulzr jllgend sich erholen soll. Wie sie hinausstürmt, die Fugend ans den Schulstubell in den grünen Wald, auf die blumige Wiese, über Hügel und Thal! Wie heißt diese oder jene Pflanze, dieser Baum, dieser Mäfrr? Tam send Dinge tmichen vor dem jugpndlicheir Allge nnf imb regen zu neugierigen Fragen an. Nlln geht es nicht an, daß ich jede Frage beantworten könnte, wenn ich es mich gern wollte. Es mögen daher an dieser Stelle einige Winke gegeben werden, wie die Feriell nicht nur angenehm, sondern auch nii(jbringend verwertet werden tonnen. Bor allem ist die Anlage eines Herbaritnns zu empfehlen. Alls welche Weise ein solches gemacht wird, ist wohl jedem Knaben bekannt. Aber im Herbarium sindeil nur getrocknete Pflanzen Raum. Wie schön wäre es nicht, wenn inan diese Pflanzen noch länger lebend erhalten, wenn man sie beobachten könnte. Wer über ein kleines Gärtchen versiigt. kamt dies leicht thun. An der Vorseite meines (Karten zatmes prangen in voller Üppigkeit die verschiedenen Farnkräuter unserer Wälder. Meine Knaben gruben sie sorgfältig mit einem großen Wurzelballen aus, trugen sie im Sacktuche heim und pslanztett sie an diese schattige Stelle. Ein Gartenbeet ist.innsätnnt mit einem goldenen Kranze von Primeln (Primula officiimlis). Die Knaben hatten die Pslmlzen ans der Wiese gesammelt und irr den Garten gebracht, dort in den: besseren Boden sind sie größer und schöner geworden als draußen ans der Wiese. Wilder Ephen ziert heute unsere Laube, auch er ist dein Walde entnommen. Ebenso finden sich in unseren: Garten verschiedene Ehrenpreisarten, die wir auf den Wiesen im Grase gesunden hatten. Noch für eine andere Arbeit möchte ich die Fugend begeistern. Es ist das Okulieren der Rosen. Feder Gärtner zeigt es euch recht gerne. Wenn ich mit meinen Kindern, Knaben und Mädchen, durch die Fluren wandere, da tragen wir jetzt im Juli und August stets ein Reis einer edlen Rosensorte in der Tasche, das Reis steckt mit seinem unteren Ende in einer rohen Kartoffel oder in einer abgefallenen Pflaume, so daß es frisch bleibt, auch die Blätter des Reises sind bis ans die Blattstiele entfernt. In der anderen Tasche befindet sich ein scharfes Federmesser und

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