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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 10 (1898) · p. Seite 146

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
10 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 146 (sequence 4)
Language
German
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— 140 — Schowuos, das IVachenfesf. "Ihl^ieder na JUXy 8ur Src naht das liebliche Schoumosfest und mahnt uns znin Dank und Freude, weil Gott in den Tagen der Vorzeit unsere Väter ansersehen hat, ihnen am Berge Sinai die heiligen 10 Worte 311 offenbaren und damit die Grundlage der Gesittung für alle Zeiten und für alle Völker zu geben. Die 10 Gebote lehren, das; lvir nur an einen Gott glauben, ihn allein anbeten und uns von jedem Götzen- und Bilderdienst, sowie auch von jedem Aberglauben fernhalten sollen; das; lvir seinen heiligeil Rainen nicht mitzbraucheu. also ihn bei feinet* Unwahrheit und zu keinem falschen Schwure anriffen füllen; datz lvir 6 Tage gewissenhaft arbeiten („sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke verrichten") nnb am siebenten Tage ruhen, uni lllls körperlich .und geistig zll erfrischen, nnb so gestärkt von neuem an die Arbeit zu gehen. Diese Erholung ist notwendig, lvenn lvir an' Körper und Geist gesnild bleiben wollen. Kein Volk des Altertums hat einen allwöchentlich wiederkehrenden Ruhetag gehabt. Aber mich nuferen Hausgenossen, den Knechten und Mägden, selbst denl Vieh soll an diesem Tage seine Erholung werden. In diesen; Gebote sind also die Pflichten gegen Gott, gegeil uns und gegen unsere Mitmenschen vereinigt. — Am nächsten unter allen Menschen stehen m;s die Eltern. Diese zu ehren, zu liebeil, ihnen also vor allen Dingen 311 gehorchen, befiehlt das fünfte Gebot, „ailf datz es dir wohlgehe nnb du lange lebest ailf dein Erdreiche, welches der Ewige, dein Gott dir giebt." Ein böses Kiild, das feinen Eltern nicht gehorcht, sie incht liebt und nicht ehrt, wird auch estl böser Mensch werden: ulid einem bösen Menschen kann es nicht Wohlergehen. Wie dieses Gebot also die Liebe nnb Treue der Kinder gegen ihre Eltern bestehlt, so das siebente Gebot die Liebe nnb Treue vcn Vater itnb Mutter gegeil einander. Das 6. und 8. Gebot schärft lllls ein, datz lvir nicht nur mlser, soildern and) anderer Leute Leben und Gestuldheit erhalten, sowie jedes Eigentum anderer achten lllld schützeil sollen; das; 10. Gebot lehrt, datz wir llicht einmal Begierde in mls tragen sollen llach dem, ivas andere haben, sondern genügsam fein und auf ehrliche Weise uns alles das erwerben solleil, ivas lvir zu haben lvünschen. Fm 9. Gebot ist allsgesprochen, das; lvir auch noch etlvas anderes, Wichtiges, lvas unseren Mitmenschen gehört, achten und schützeil sollen, ilänllich ihre Ehe unb ihren guten Ruf; lvir dürfen also feinerlei Lüge über sie reben und nichts Böses über sie sagen, wenn es nicht wahr ist. Alle diese Gebote lverden in anderen Geboten und Verbote!; der Thoray noch weiter ausgeführt; aber auch so schon fuib sie verständlich und bilden

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