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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 9 (1898) · p. Seite 130

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
9 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 130 (sequence 4)
Language
German
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130 steht somit in engster Beziehung Zn dem Gebote der Ehrerbietung gegen den irdischen Vater. 10er Gott nicht ehrt, sich Gott tut Viinmel nicht in Ehrerbietung unterwirft, der ehrt auch sicher Vater und Alntter nicht. Und wer wiederum seine Eltern, die Stellvertreter Gottes ans Erden, nicht in Ehren hält, wie sollte der den unsichtbaren Gott und Vater ehren und furchten? Ehrerbietung, gegen Gott und gegen Eltern ist die Vorbedingung Zn allem Guten; sie ist das beredteste Zeugnis für die Empfänglichkeit des Herzens für alles Gute und Edle, wie andrerseits die heilige Schrift den Gipfel der Verderbtheit mit den Worten beZeichnet: Ein Geschlecht giebt es, das den Vater schiitäht und die Alntter nicht segnet' Ein verz, das nicht et füllt ist von inniger Oebe und Verehrung Zn den Eltern, ist aiich kckner edlen Regung fähig, das ist dciii harten Riesel gle'ch, in dein keine diiftspendende und frnchttrageiide HWnZe Wurzel schlagen niid gedeiheii kann. Eilt Zusammenhang Zwischen dem Gebot der Elternverehrmig und der Sabbathheiligung besteht auch iioch in anderer BeZiehnug. Giebt es wohl eine bessere Gelegenheit, nm das Hmnilienband Zn festigen, die Innigkeit Zwischen den Wiilieniiiitgliedern Zn pflegeii und Zu vertiefen, als die gemeinsame kreier der voii Gott eiiigesetzten 5A'te? Unsere heiligsten Einpstnöuugeu und Westen Eriuuernngeu haben ihren Ursprung niid ihreit lstilt in der cheier religiöffr cheste innerhalb der Zamilie. Es ist liicht Zn leugnen, daß dort, wo der Sabbath nickt inehr die würdige Beachtung findet, die Zatuilieuiunigkeit und RerZensfrendigkeit, die Zu aller Zeit ein Vorzug unseres Stammes waren, und um die wir selbst von unseren finden beneidet werden, in der Abnahme begriffen sind. vie einzelneii jamilieumitglieöer werden durch deii Beruf während der ganzen Woche voii einander getrennt; erst der Sabbath v reinigt sie wieder, stärkt in ihnen das Gefühl der Ztffammengedörigkeit und trägt so Zur Festigniig des Familenbandes bei. stn geineinsainer Andacht, au festlich geschmückter Eafel werden die Empfindungen niid Gedankeii ansgetanscht, wird eine Annäherung hei beigeführt, deren Segnniigen sich iii -icni beglücken deii Bewußtsein, nicht allein daZnsteheii, sondern das Glied einer sich innig liebenden $amilie Zn fein, in angenehmster Weise und dauernd bemerkbar machen. Run werdet ihr, liebe Rinder, wohl begreifen, weshalb an der Spitze der göttlichen Satzungen, die niisere Heiligung bezwecken, und durch deren Befolgung wir gottgefällige Alenschen werden können, der Satz steht: Ein jeglicher ehrfürchte feine Alntter und seinen Vater, und meine Sabbathe sollt ihr beobachten. /

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