Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 8 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Begnügung. Da ich volle vierzehn Tage Reinen Dimmelsäther trank, Rann ich's aniehn ohne Klage, Daß die Sonn' heut trüblich sank. An mit Danke werd' ich's nehmen, Scheint sie morgen wieder rein; Aber mich darein bequemen, wenn es nun soll Regen sein. wer ein langes Glück genossen, Nag getrost entgegensehn Neuem Leit — und unverdrossen Auch dem Weh entgegengehn. Lriedrich Rückert. Unser tägliches Brot. Rach dein Englischen von Dr. H. Baar. wir lesen in der Bibel: „Und Gott sprach Zn wosei Siehe, Brot wird regnen vom kimmel, und sie werden jeden Tag hinansgehen, um es Zn sammeln." Liebe Kinder! Kein Rahrnngsmittel hat von jeher in der Geschichte der menschlichen Ernährung eine größere Bolle gespielt als das Brot, wenn wir, wie es hänsig geschieht, dieses Rahrnngsmittel „dos liebe Brot" nennen, so meinen wir dainit, daß das Brot als eines unserer wertvollsten und angenehinsten Güter gelten müsse. Der englische Adelstitel „Lord", der auch in der Bibel ein stehender Ausdruck ist, uln Gott, den „Herrn" Zu bezeichnen, bedeutete ursprünglich nichts anderes als „Brotgeber." Gft wurde und wird das hebräische „Ideellem" oder das deutsche „Brot" ganz allgemein Zur Bezeichnung der Speise oder des Lebensmittels von dem das Dasein des Rlenschen abhängt, gebraucht. So findet es häufige Anwendung bald als mnschreibender Ausdruck, bald als Sammelname in den verschiedeilsten Büchern der heiligen Schrift. Als der Patriarch Abraham am Eingänge seines Zeltes drei fremde