Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 4 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 49 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Das ewige Volk. 8onn' und Mond in Heller Pracht Leuchten fort zu ew'ger wacht. Bilder ünds von Israels Das besteht als Gottesmacht. Gottes linke Band Vertriebs, Gottes Rechte nimmts in acht. Ewig, ein Naturgesetz, Dauert es wie Tag und Nacht. Purim. Ein Fest, so recht für die Kinder geschaffen, ist das purimfest, was alles kündet uns nicht dieses Zest, das eigentlich gar kein „^lomtow" ist. Ls erinnert uns an Lsther, jenes jüdische Mädchen, das 'unter der sorgsamen Erziehung ihres verwandten Moröechai Zu einer schönen, sittsamen und bescheidenen stungfrau heranwuchs und die Gunst aller Diener des Königs und auch des letztem Wohlgefallen genoß und sogar Zur Königin an vasthis stelle erhoben wurde. Das Heft erZählt uns ferner von Moröechai, dem frommen ^juden, der dem Könige das Leben rettete und später, als er Zu hohen würden gelangt» und großen Einfluß besaß, sich seiner bedrängten Brüder in Liebe annahm. Schließlich lehrt uns Purim, daß die Lüge keinen Bestand hat und demjenigen, der sich ihrer bedient, Schmach und verderben bringt, wenn es noch eines Beweises für. die göttliche Allgerechtigkeit bedürfte, an Haman Zeigt er sich deutlich. An diesem Bösewicht, dem „Bedränger der Juden," sehen wir nicht nur, wie es einem verleunider schließlich ergeht, sondern auch wie er es anfängt, um seinen Worten den Schein der Wahrheit Zn geben. Seine Anklagen gegeilte stnöen begann er nämlich mit den wahren Ehesachen: „Da ist ein Volk, Zerstreut und versprengt unter die Völker, durch alle Landschaften deines Königreiches, deren Gesetze unterschieden sind von denen jeglichen Volkes." Das ist wahr. Run kommt aber die Lüge: „jedoch, die Gesetze des Königs befolgen sie nicht." Mt einer so schweren Anklage mußte es dem Ruchlosen gelingen, die Einwilligung des Kölligs Zur Allsführung seines abscheulichen planes Zu erlangen, alle Men Zu vernichten. Der schwache, leichtsinnige König läßt sich auch von den verleuniderischen Worten pamans Zu leicht bethören und giebt ihm die gewünschte Einwilligung. ■5H - :> -