Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 23 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 366 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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366 3» dieses Paares nächster Nähe Ein DTaurer hauste, der in Not Nicht achtete des Weibes Wehe Ließ darben in der größten Not Nie deinen, ja der eines Tages 3m Rausche sich so sehr vergaß, Zein Weib, die Zeinen zu mißhandeln. Da traf ihn selbst der Ztrafe Blaß, Das ihm der Himmel Vorbehalten. Zein Rausch führt ihn zum ^luß hinab, Wo er, wie solche Nlenschen enden — 3m Dunkel fand sein nasses Grab. Was that der 3ude? Non den Rindern Nahm er das jüngste zu sich hin. Der Nlutter Zorgen zu vermindern, Dein Rinde dauernd zuni Gewinn. 3>ldem er hielt das Rind als eigen, Zelbst als der Herr sein Thun vergalt, 3hni ward wieder ein Rindersegen, Und Laura dankte es ihm bald. Sie hat noch heute ihre Stelle 3u seinem Hause als fein Rind, Nicht aber schaut er freundlich helle Auf sie, die ihnr so treu gesinnt, So dankbar und so ganz ergeben Gewesen ist, geblieben ist. Gr tauschte ein das beff're Leben, Doch saget mir, wo weilt zur Frist Die Alutter, die der Rahel gleichend Geführet weiter hat das Haus, Die ninnner rastend, ninnner weichend Des Naters Stelle füllet aus? ' V. Auftritt. linket: (hereintretend.) Hier ist sie, diese Deine Rlutter, Die lange nahe horchend stand Was und're nimmer nah' gesehen, Das Wutterherz» es hats erkannt. Du bist mein Zohn, laß mich erwärmen 3etzt wiederum in stolzer Lust, Ronvn, liebes Rind, laß Dich umarmen Ruh' aus an Deiner Rlutter Brust! Nathan: 3a wohl, ich bins. Dich nicht zu erschrecken Griff ich zu einer kleiner List, Die so geschwinde zu entdecken