Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 23 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 365 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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365 Gen Siwah im Ägypterland; Folg' seiner Weisung, er besitzet Für alle Fälle viel verstand. Gr wird Dir guten Ratschlag geben. So eile! Alles ist bereit Und denk' im neu gescheutem Leben An mich, dein Tode nun geweiht. Nimm meinen Segen, er geleite Dich, teuren Menschen, Deine Bahn! Nicht weinen! Suche schnell das weite Leb' wohl. Dich segnet Ladeiran. . So hat die Reise unternommen Ulein Nathan, unser armer Freund, So ist nach Suez er gekommen, Gut hat es Ladedan gemeint. Doch dort ist aus das Geld gegangen — Die Wüstensöhne brauchten viel — Sie wußten schlau es anzufangen, Zu kommen ans ersehnte Ziel. So fristet unser Freund sein Leben Zn harter, strenger Dienstbarkeit, woll'n Sie ihm nun das Beste geben, So halten Ulittel Sie bereit! Aaron: Und welche Garantie gewähren Sie uns, daß wahr dies alles ist? was könnte, Freund, mich doch belehren, Daß hier nicht spiele eine List, Gin Märchen schön und schlau ersonnen? Beweise bringen Sie uns fein! Ich denke kühl in solchen Dingen, Für mich muß klar die Sache sein. Miani: So will ich denn nicht lange wählen, Beweisen kann ich zwar nicht viel; Gin Märchen will ich flugs erzählen, Doch mehr als sinn'ger Laune Spiel: Es lebt' in einem deutschen Orte Gin Jude einstens, schlicht und recht. Sein Wesen, handeln, seine Worte Sie waren redlich, menschlich echt. Zn seinem Hause herrschte Frieden Gehütet von dem milden Sinn Der Gatkin, diegewaltet treulich Gleich einer hehren priesterin. Doch mußten beide bald erfahren Des Lebens oft gar bitt'res Leid. Zwei Rinder starben plötzlich ihnen, Die oft geweckt der and'nn Neid.