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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 23 (1897) · p. Seite 361

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
23 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 361 (sequence 9)
Language
German
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361 Geschichte." Aber das venken machte seinen Kopf so müde, es wurde auf einmal so schwach, es hatte kaum Zeit, sich nach dem ersten Lichtlein uinzusehen, da — war es anch schon aus. Am dritten Gage waren es gar drei Licht ein an jedem Leuchter. Hei wie das glänzte und« leuchtete, und wie die Kinder sangen und sich freuten! Vas dritte Lichtlein war aber kluger als die anderen; es fam auf den guten Linfall, den Leuchter zu fragen. Der schien alt und ehrwürdig und hatte derartiges gewiß schon erlebt. Aber keines wollte tragen, sie waren alle Zu schücktern, und indem sie sichs noch überlegten, war anch des dritten Tages Lichterglanz erloschen. So ging es acht Tage lang; jeden Abend wards ein Lichtlein mehr; immer heller brannten sie, strahlten hinaus auf die Ltraße (denn sie standen am Zensier) mV warfen hellen schein Zurück in die ÜNenschenherZen drinnen in der Ltube. Aber endlich faßte sich daß älteste Lichtlein, das nun schon acht Tage alt war, ein Herz und fragte den Leuchter, was denn ihr Leuchten und der Alenschen Zreude Zu bedeuten habe. Der Leuchter lächelte vergnügt in sich hinein, „sia, ihr Gelbschnäbel, ich weiß, ich weiß, ich bm alt und habe das Vhanukah-Zest -- denn so heißen diese Tage --- schon ost miterlebt. Lchon als der Herr dieses Hauses noch so klein war, wie jetzt sein Löhnchen ist, das dort an jenem Leuchter entZündet hat. Und ich habe die VhanuKah-Geschichte schon oft erzählen hören, so laßt Tuch denn sagen, was ich weiß: „Ts war eimal ein grausamer König, der hieß ^ntioehus-Kxhiphanes. Oer wollte die siuden Zwingen, ungehorsam gegen den lieben Gott Zu sein und wollte alle ^juden umbringen, wenn sie ihm nicht gehorchten. Aber damals lebte ein alter Alaun namens Matitjahu mit seinen Löhnen; die waren fromme und tapfere siuden, sie kämpften gegen ihre Zeinde. und der licke Gott hals ihnen, daß sie die Zeinde in die Zlucht schlugen und den heiligen Tempel, den die Zeinde eingenommen hatten, wieder Zurückbekamen. Als sie den Tempel wieder herrichteten, fanden sie ein Krüglein T)l, das für den großen, schönen Leuchter im Tempel einen Tag reichen sollte. Aber da that der liebe Gott ein Wunder, und es reichte acht volle,ganze Tage. Zur Trinnerung an die Trrettung und an das Wunder wird das 6hanuKah-Fest jedes ^ahr gefeiert. Hört ihr nicht jeden Abend den Legensfpruchi „Scheoso nis8im laawoeenu b’joraim hohem, basman hase“ „Der Wunder gethan hat unfern Vätern in jenen Tagen, zu dieser Zeit?" Aufmerksam hatten die Lichtlein Zugehört. „Run sage uns noch," fragte eines aus der Alitte, „warum wir nicht auf dem Tisch stehen, sondern am Zensier?" „Auch das kaun ich Tuch sagen, Ihr müßt aber gut aufpaffen, um es zu verstehen," sagte der Leuchter. Lichter sollt den Blick der Welt auf das jüdische Hurs, auf das friedliche schöne Zamilienleben lenken, herein

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