Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 23 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 360 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9620171-9626621-9622046--0822-9622054- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
360 Im unteren Felsen befindet sich eine umfangreiche Grotte, welche im Jahre 1115 als Kapelle eingeweiht und als solche von den Mönchen des Klosters in Paderborn benutzt worden ist. Am Fusse des westlichen Felsens, liegt in reizender Umgebung ein grosser Teich, um welchen sich schöne Anlagen, zu Spaziergängen geeignet, befinden. In der Nähe der Externsteine liegt der „kleine Rigi“, ein kahler Berghügel, auf dem eine Bank zum Ausruhen ist. Unerwähnt darf aber auch ein Kurort des Teutoburger Waldes nicht bleiben. Vom Bahnhof aus gehen wir die Landstrasse links hinunter und gelangen nach 25 Min. in das Schwefelbad Meinberg (210 m hoch), das schon im 17. Jahrhundert als Badeort bekannt war und noch jetzt alljährlich von Heilbedürftigen aufgesucht wird. Lhanukahlicht. (Bin Alärcheii von Sara Bamberger-Kissingeii. (Bin Streichhölzchen flammt auf, ein ganz gewöhnliches Streichhölzchen, aber nicht wie so viele andere Streichhölzchen gleich wieder spurlos Zu verlöschen. (Bin schönes rotes wachskerzchen wird in seine nächste Rahe gebracht und entzündet. Das ist schon etwas Anderes, dauernder als ein Stre'chhölzcheu. Aber es kommt noch. besser, denn das Kerzchen war noch nicht der Zweck des Streichhölzchens. Also das Kerzchen wird angebrannt und hingebracht zu einem herrlichen, achtarmigen silbernen Feuchter und siehe! (Bin Mmmchen leuchtet aus und dann an noch einem Feuchter ein ebensolches jlämmchen. Dabei ist ein Jubel und Trubel im Zimmer, ein Singen und fröhliches Rinderlachen. Vas einsame Wmmchen an dem großen Feuchter hörte gerade noch, wie der Vater zu seinem Sohne sagte: „So jetzt will ich noch den Diener anbrennen," und gleich daraus sah es neben sich, in ehrerbietiger Entfernung noch ein Fichtlein brennen, weniger vornehm als es sich selber schien. „Also einen Diener habe ich zur Seite," denkt das Ficht, und weiß doch selbst nicht, wer ich bin und was ich soll." Trotzdem es Delle um sich verbreitete, war ihm doch so manches dunkel in seinem jungen Feben. Und wie es sich noch besann und das Köpfchen abmühte — da — ein Knistern — aus war es und seine Herrlichkeit. wer beschreibt aber seine Zreude, als es sich am nächsten Abend in gleichem Glanze leuchten sah, und — o Wonne — dicht neben sich gerade so eines wie es selber war. Sogleich neigte es sich, zu seinem Gefährten und flüsterte ihm zu: „weißt Du, was unser Zweck ist? weißt Du, warum wir leben und uns am Glanze freuen dürfen?" Aatürlich wußte das neue Fichtlein auch nichts; aber es war ein kluges Fichtlein und sagte: „Abwarten, cibwarleii, wir wollen schauen und denken, dann kommen wir schon hinter die