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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 20 (1897) · p. Seite 305

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
20 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 305 (sequence 1)
Language
German
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Pier 'Kräfte nenn ich Dir. vier Kräfte nenn' ich dir am Menschen, mangelhaft 5« nennen und die vier vor einer fünften Kraft. Der Trieb im Menschen, wenn er einen Gegenstand Ergreifen will, streckt er zuerst danach die Band. Und ist der Gegenstand der Band nicht zu erlangen. So ist anstatt der Band der Fuß danach gegangen. wo auch das Llieh'nde dort will deinem Kuß entweichen, Da mag es noch dein Wort, dein Rufen zu erreichen, Doch weiter als dein Wort, als deine stimme, dringt Dein Auge, das dir nah heran das Fernste bringt. In Fernen aber, die du mit des Blickes schweifen Nicht kannst ermessen, kannst du mit Gedanken greifen. Drum übe Band und Fuß und Red'- und Sehekraft, vor allem übe doch dich in Denkwiffenschaft. Friedrich Rückert. lllommt Binder, hört mir zu! ps. Z4.12. von Dr. B. ßuttucr-^raiiffurt a. AI. XXVII. ]n öcti Sprüchen Salomos 13,25 heißt cs: „Der Gerechte ißt sich satt, der Bauch des Frevlers hat nimmer genug". Damit soll gesagt sein, daß der rechtschaffene Mensch Zufrieden ist, wenn er das hat, was er braucht; daß aber ein Bosewicht niemals Zufrieden ist, sondern immer noch mehr will, auch wenn er es garuicht mehr Zum Leben nötig hat. Ein solcher Bösewicht ärgert sich natürlich, wenn ein andere^ mehr hat, als er; oder wenn ein anderer etwas hat, Ms er selbst gern haben möchte; er gönnt aber keinen! anderen etwas, er ist, wie man sagt, mißgünstig. And wenn der andere etwas hat oder bekonnnt, was er Heber selbst haben möchte, so ist er neidisch darauf und inochte es ihm am liebsten wegnehmen. Manchmal, namentlich wenn die-Gelegenheit günstig ist, thnt er es wohl auch und wird so Zum Diebe. Aeid und Mißgunst sind aber nicht nur sehr häßlich, sondern auch geradeZn Sünde, denn sie sind gegen das 10. Gebot, in welchem es heißt: „Du sollst dich nicht gelüsten lassen nach irgend etwas, was deines Nächsten ist." Zudem schadet der Aeidische und Mißgünstige sich selbst am aller-

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