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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 16 (1897) · p. Seite 255

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
16 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 255 (sequence 15)
Language
German
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Luftströmungen führen ihn als feinen Nebel nach kälteren Gegenden. Egypten wird seiner ganzen Länge nach von einen: der größten Ströme der Erde durchzogen — vom Nile. Dieser Fluß verdankt sein Wasser den: Gebirgslande des inner:: Afrika. In: Hochgebirge giebt es auch in den heißesten Ländern der Grde große Schnee- und Eisfelder, reichlichen Regen. Da finden fich tausende von Quellen, Bächlein, Flüsse und Strön:e, kleine und große Bergseen wie in den Alpen, nur großartiger. Den Abfluß dieser Bergwässer bildet eben der Nil, der zur Zeit der tropischen Regen anschwillt und Egypten — überschwemmt. Denke dabei nicht an die Verheerungen mancher Wildbäche durch Wolkenbrüche veranlaßt. Der Wasserstand des Nil steigt langsam vom Ami bis zun: October, tritt dann über die Ufer und im herbste gleicht Egypten einem großen See, Ortschaften, von Dämmen geschützt, Palmen und andere Fruchtbäume ragen aus den: Wasser en:por. Auf Uähnen und mit Dännnen wird der Verkehr vermittelt. haben die Fluten sich verlaufen, so trocknet der Boden rasch ab, das Wasser ließ einen fruchtbaren Schlau:::: zurück, und nun wird angebaut. Eine 2—Smalige Ernte im Jahre ist Regel. In mittleren Jahren giebt \ hl Weizen \2—\5 hl, s hl Gerste s4—s6 hl Ertrag und so in ähnlichem Verhältnisse die andern Früchte. Weißt du, lieber Leser, jetzt, was die Bewässerung für ein Land be deutet? — So hat einmal in Oesterreich durch zweckmäßige Bewässerung Waria Theresia eine Steinwüste in fruchtbares Tulturland verwandeln lassen. Aommst du einmal an „Theresienfeld" bei Wiener-Neustadt vorüber etwa nach Wien und siehst du dort das schöne Denkmal dieser erhabenen Fürstin — so denke daheim ein wenig nach, ob du nicht in deinem Gärtchen ein Stückchen Erde findest, das durch Bewässerung oder sorgsame pflege ein — Theresienfeld in: kleinen werden könnte. An den Onkel und die Tante. Auch ich will heute an Tuch schreiben, Und meinen Dank in Derse kleiden; Sch kann zwar noch nicht gut dichten, Und mache auch noch schlechte Geschichten; Doch ich komme daraus zurück: Meinen berzlichsten Dank sür das Zehnmarkstück.! Meine Freude könnt Ihr Tuch wohl denken, Sch möchte Tuch wohl auch etwas schenken, Aber ich bin dazu noch zu klein, Und etwas Ordentliches muß es doch sein. To grüß' ich Tuch viel tausendmal Und send' Tuch Küsse ohne Zahl.

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