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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 11 (1897) · p. Seite 175

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
11 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 175 (sequence 15)
Language
German
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175 „Wo bin ich gewesen, wie ist's hier so kalt, Welch öder, unwirtlicher Aufenthalt!" Sie küßt seine Wangen, sie küßt seinen Ulund, Und Aai wird blühend und stark und gesund. Nun schritten vereint sie aus dem Schloß, Zetzt schiens auch ihm so unheimlich groß! Und wo sie gingen Hand in Hand Durchs eis'ge, schneebedeckte Land, Da regte sich nicht der grimme Nord, Sie plauderten froh vom heimaisort, Non allen Lieben, die dort sie verlassen Und von zwei Dächern in enger Gassen, Drin volle, prächtige Rosen blühn. Die Ainder weiter und weiter ziehn, Erreichen des Landes Grenzen bald, Schauen froh den ersten Buchenwald, Und hören nn warmen Sonnenschein Jubilieren die kleinen Nögelein. Schon sprießen die ersten Blümchen hervor, Und die Ainder schau'n dankend zum Himmel empor! Wie ist ml Frühling das Wandern leicht Bald haben die Heimat sie erreicht. Schon seh'n sie die Straße, das Haus mit den Tünnen, Die steinernen Treppen sie jagend erstürnlen Und treten ins kleine Zimmer ein Und herzell uild küssen das Großnlütterleiil. Tin Alingeil ulld Sillgen erfüllt die Luft, Und die Rosen fpeliden süßen Duft. Alein Gerda ihren Aai unlschlang, Verstanden nun den alten Gesang: Irdische Rosen blühn ulld vergehen, Ewige Freude werden wir sehell. Und bald ist ihnen in seligen Stunden Wie ein böser Traum anl Ulorgen elltschwundeil Die kalte Herrschaft der Schneekönigin. Und sie lauschen mit andächtig frommem Sinn Auf das Bibelwort, das Großnmtter spricht l „Gott lohnet killdliches Vertrauen Und so ihr wie die Aindelein nicht, Sollt nimnler Gottes Reich ihr schauen." Und ein Thor voll Engeln fällt jubebld ein: G werdet wie die Ailldeleien, Uilschuldig ulld gut, demütig und rein Daim wird das Himmelreich Euer fein! (Musik) £obt froh den Xierrti, ihr jugendlichen Thöre. (Das Melodrama „Die Echneekönigin" eignet sich zur Ausführung in schulen, Aindergärtell und im Familienkreise. In den Dortrag des Textes können sich mehrere Ainder, die schön sprechen, teilen. Gerda's Lied ist non einen: größeren lltädchen «olo zn singen. Die kleineren Kinder bilden den Thor, der die drei eingestreuten Liedchen singt. Die Klavierbegleitung (nach den angegebenen Melodien) wird wohl in den ineisten hätten ein sehr musikalischer Erwachsener übernehmen müssen, da sie für Kinder zu schwierig sein durste.) Lustige Ecke. Mbertroffen. Mutter: „Was soll das erste seill, was ein fleißiges Ailld in der Frühe thut, wenn es allgezogeil ist? Aind: Es soll am Abend vorher seine Aufgabell machen!

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