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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 11 (1897) · p. Seite 174

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
11 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 174 (sequence 14)
Language
German
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Doch kaum des Umdchens Gebet erklingt, Sieht sie von Gugeln sich unrringt Die kämpfen tapfer mit blinkendein Speer, Zerstreuen der Schneekön'gin grausiges Heer, Sie streicheln linde des Kindes U)ang', Und tröstend erklingt ihr froher Gesang: Lied der Engel. (Mc V' Uut Spieß und blankem Schilde Uut Säbel und mit Speer Bekämpfen wir das wilde Schneesiockenkriegerheer, :,: U)ir fächeln sanft dir dein Gesi Dann fühlst die grimme Kälte nicht : I^er Frühling nabt mit brausen, i Mendelssohn.) i <£s nah'n die Gngelscharen i Zu Hilfe dir herbei Sie schützen in Gefahren,! Zn (s)ual wld j)ein dich treu t :,: U)enn betend fleht ein frommes Kind : Da eilen wir herbei geschwind. Klein Gerda hat den Palast erreicht Zn heißer Sehnsucht nach ihrem Kai, Gar leise durch all die Säle sie schleicht, — Da saust es gewaltig an ihr vorbei. Die Königin war's, sie verließ den Ort, Zog nach den warmen Ländern fort, Da müssen dort die Ulenschen frieren Und auch des U)inters Ulacht verspüren. Grschrocken sah Gerda das starre Gesicht, Doch die Kön'gin bemerkte das Ulädchen nicht. Und der kleine Kai? Gr saß allein Und grübelnd und sinnend im Palast; Da tritt das kühne Uuidchen ein Und eilt auf ihn Zu mit stürmischer Hast Und herzt ihn und küßt ihm sein bleiches Gesicht, Docb er erkennt seine Gerda nicht. Gr bleibt ganz starr und kalt und still, — Klein Gerda das Herz schier brechen will, Bor bitt'rem U)eh zu vergehen sie meint, Und heiße heiße Thränen sie weint. Auf seine Brust die Zähren rinnen Und dringen tief in sein Herz hinein, Berzehren den Splitter, der darinnen, Und Kai erkennet das Ulägdelein, Doch bleibt er starr und. still wie zuvor, Da dringt das Liedchen an fein Ohr: Zrüifche Kosen blüh'n und vergehen, Gwige Freuden werden wir sehen! Und jetzt der Knabe zu weinen beginnt, Das darin gelegen so lange ^eit, Gar heiß vom Auge die Thräne ihm Und er jauchzt und jubelt in Seligkeit: rinnt, „O Gerda, daß treu du meiner ge- Und seiner Thränen strömendes Naß dacht!" Sie spülen ihm aus dem Auge das Gr herzt das Uuidchen und wemt und Glas, lacht:

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