Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 7 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der erste Schulweg Don 3* Sontotüsfy. was pocht dir dein Berzchcn, du kleiner wicht, Was schmiegst an die Mutter so ängstlich dich anl Klein Schwesterchen tröstet: „Ach, fürchte dich nicht, Ls ist doch der Lehrer ein gütiger Mann." Die' Turmuhr schlägt neun und der Knabe erschrickt, Aüßt Mutter und Schwester und folget dann Dem Lehrer zur Klasse; lieb Mütterchen nickt Hoch zärtlich, — und tritt dann den Deimweg an! Bedenke, 0 Knabe, die Zeit, sie verrinnt, Sonst kanntest du tzcherz nur und munteres Spiel, Jetzt ruft dich die Pflicht, und der Ernst beginnt, Nur mutig, es winkt dir ein lockendes Ziel! O, strebe und werde zum tüchtigen Mann, Den Deinen zur Freude, dir selber zum Glück, Mit fröhlichem Kerzen denkst du wohl dann An deinen ersten Ichulweg zurück. Zum peßachseste. Don A. Löwenberg. Menn von den Fluren des heiligen Landes der Minter in die L)ochgipfel der Gebirge floh, wo seine ewige Heimat ist, wenn die Tristen sich mit neuem Grün bedeckten, und an Bäumen und Sträuchern in ungezählter Menge zarte Knospen erschienen, die bei' dein Strahl der dort wärmeren Sonne sich schneller als bei uns in eine bewunderungswürdige Blütenpracht verwandeln, dann ertönten Berg und Thal von den frohen Liedern des sangesfrohen Dolkes, das sich des stets neuen Frühlings freute und nicht müde ward, seine Schönheiten in Morten und Tönen zu besingen: „wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die weite Welt; Dem will er seine Wunder weisen )n Berg und Thal und Strom und Feld." Zwar kannte man damals den Dichter, noch nicht, der also die Mander-