Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 2 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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30 gegen einen Baumstamm und taumelte der Länge nach zu Boden, sogleich stürzten sich seine Verfolger aus ihn und schlugen ihn ofytc Erbarmen. Einerunter ihnen aber, der drohend eine glühende Zange schwenkte, warf sich schnaubend über ihn, tauchte das schreckliche Werkzeug tief in seine Brust und riß ihm das Herz aus dem Leibe. Als dies die anderen sahen, stimmten sie ein Freudengeschrei an und riefen mit lautem Lachen: „Ein Menschenherz, ein Menschenherz, das wollen wir zwicken und zwacken!" Dann wollten sie eilig nrit ihrer B^ute davonlaufen. Aber da ging plötzlich ein Helles Leuchten durch den Wald, und gleich darauf traten den erschrockenen Gnomen zwei wunderschöne Feen entgegen. Die eine trug in der Rechten ein flammendes Schwert und in der Linken eine blitzende wage. Die andere, welche von besonders milden: und freundlichen Aussehen war, hielt in den Armen ein quellendes Füllhorn. Es waren die Gerechtigkeit und die Liebe. „was habt ihr da?" herrschte die Gerechtigkeit die Gnomen an." „Ein zuckendes MenschenherzI" erwiderten sie. „So legt es auf meine wage! wird es zu leicht befunden, dann möge es euch verfallen sein." Die Gnomen thaten, wie ihnen befohlen, und tief sank sogleich die Schale herab, auf welcher das Herz des Anaben ruhte. Als dies die Liebe sah, wurde sie von großen: Zorn gegen die Bösewichte erfüllt und rief ihnen entrüstet zu: „Zhr habt ein goldenes Herz gestohlen, ihr bösen Geister, die ihr nur haß und Zwietracht zwischen den Menschen säet. Schnell bergt es wieder an seinen: Platze." And ob sie wollten oder nicht, die Gnon:en n:ußten gehorchen. Dann eilten sie tief in das Dickicht des Waldes und waren bald verschwunden. Als Fritz seine Augen wieder öffnete, standen die beiden Feen vor ihm, und die Liebe füllte seinen Aorb bis zun: Rande mit wein, weichen: Gebäck, jungen Tauben und vielen anderen guten Dingen für seine kranke Amtier. Mit glückseligen: Lächeln schaute ihr der Anabe zu. Dann wandte er sich nüt freudiger Bewunderung den beiden lichtumflossenen Gestalten zu und stamnielte: „CD, ihr lieben guten Feen, wie soll ich euch für alles danken! Zch glaubte, mir würde keiner n:ehr helfen." Aber mit milden Worten erwiderte ihn: die Gerechtigkeit: „Sei unbesorgt, du arn:er Anabe, wir guten Geister verlassen keinen, der in seinen: Busen trägt ein goldenes Herz." ■» Unsere Preisanfgnbe. Aus allen Teilen Deutschlands, ja sogar aus dein Anslande sind Rätsel aller Arte ingegangen, insgesamt 52. Davon haben — gemäß der Ankündigung — 6 Linsender einen Preis erhalten: