Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 2 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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28 Alanmerkt sich dies herkömmlich an der Formel: Ap-Iun-Le-Uo. Daß der Februar 28 Tage hat, weiß jedes Kind, und die 7 übrigen UToimte zählen durchweg je 31 Tage. Februar allein hat genau 4 Wochen, die 4 Monate zu 30 Tageil enthalten 4 Wochen und 2 Tage, und die 7 übrigen Monate r>on 31 Tagen sogar 4 Wochen und 3 Tage. Nach einen: Monat von 30 Tagen rückt der Erste des folgenden Monats mn 2 Tage weiter, nach einen: Monat von 31 Tagen un: 3 Tage weiter. Weiß man z. B., wie diesmal, daß der 1. April Donnerstag ist, so ist der 1. Mai zwei Tage später, also Sonnabend, und da der 1. Mai ein Sonnabend ist, so ist der 1. Juni drei Tage später, also Dienstag. So läßt sich der Wochentag eines jeden Monats-Ersten aus den bekannten Wochentagen der Quartals-Ersten in: Kopfe leicht bestimmen. Nun versuche man die Wochentage folgender Daten in: Kopse ausrechnen: 7. Februar, 12. März, 14. April, 17. Mai, 20. Juni, 24. Juli, 25. August, 26. September, 28. Oktober, 30. November, 31. Dezen:ber. Alan schreibe die gefundenen Tage aus und sehe in einen: Kalender nach, ob die Rechnung stimmt. Für reifere Schüler, denen dergleichen Vergnügen n:acht, soll nächstens gezeigt werden, wie fast ebenso leicht die Wochentage längst verflossener oder künftiger Daten zu bestinnnen sind. Ln. Das goldene Herz. Ein Märchen von Friedrich Herbert. [Nachdruck verboten.J Es war einmal ein armer Knabe, den: war der Vater schon vor Jahren gestorben, und auch seine Mutter lag seit mehreren Tagen an einer bösen Krankheit darnieder. O, wie ihr Körper von grinnnigen Fieberschauern durchschüttelt wurde! Dem Kleinen traten oft die Thränen in die Augen, und er wandte sein Gesicht fort,, damit die geliebte Mutter nicht n:erken sollte, wie bitterlich er weinte. Jeden Morgen, wenn sie aus ihren: unruhigen Schlum- :ner erwachte, war er schon an ihren: Bett und fragte sie: „Mütterchen, ist dir heute besser?" Und immer nickte sie ihn: tröstend zu, strich ihn: mit ihren abgenmgerten Händen sanft über sein blondes krauses haar und flüsterte mit ihrer schwachen Stimme: „Ja, mein lieber Fritz, heute ist n:ir7schon viel besser." Aber sie wußte recht gut, daß Ne nicht die Wahrheit sagte; denn sie fühlte, wie sie von Tag zu Tag immer schwächer wurde. Inzwischen wuchs der Mangel in den: Hause innner n:ehr, und Fritz, dessen wachsainen: Blicke es nicht entging, daß seine Mutter innner blasser