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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 1 (1897) · p. Seite 2

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Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
1 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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2 — wert haben, als ein reines Richts geutiö beachtet werben. Jti wie vielen Familien werben Apfelsinennnö Zitronenschalen, ja Rrotunb Semmelreste, alte Korken nnö Zigarrenabschnitte unö bergt, mehr als ganz „wertlos" weggeworfen! Unb boch hat beispielsweise bas bloße Einsammeln von Zigarrenabschnitten nnö Zigarrenbändchen große Summen Gelbes eingetragen, bas verschiebenen wohlthätigen Zwecken bient, für Schwache unb Kranke, für Witwen unb Waisen. vielleicht hat ber eine ober öer anöere von euch auch schon von öem armen italienischen Knaben gehört, öer öie weggeworfenen Apfelsinenschalen auflas, sie verkaufte nnö allmählich biesen kleinen Pandel vergrößernd, es Zuin wohlhabenöen Alaune brachte. Sicherlich erscheinen in eurem Glternhanse von Zeit Zn Zeit sogenannte kollecten ober Sammellisten für wohlthätige Zwecke: für durch Wasser, jener, ober Erdbeben verunglückte, für Rotleidende aller Art, unb alle, bie hierzu ihr Scherflein, sei es viel ober wenig, jeder nach Verhältnis, beigetragen, empfinden eine wahre Herzensfreude, wenn sie erfahren, daß durch bas ersprießliche Ergebnis öer Sammlung die Rot unb bas Glend so vieler gelinöert, manche Ghräne getrocknet wirb. Aber auch an euch, liebe kinöer, kommen puriii^ unb Ghannkahkollecten, die euch ermuntern sollen, von eurem Taschengelde für arme Waisenkinder eine Spende Zu reichen. f)ch Zweifle nicht daran, baß der größere Geil von euch dies gern und willig thut, nnö ihr habt wohl auch schon die gedruckten Berichte über eure Sammlungen Zu Gesichte bekommen und mit herzinniger Befriedigung daraus ersehen, daß aus euren Pfennigen und Rickeln eine Alenge Alark geworden sind, öie für Rahrung, Kleidung und Erziehung armer Waisen Verwendung gefunden. wir wollen hier Zu Ruß und jrommen mancher ein kleines Rechenexempel anfstellen: Angenommen, ein schule hätte 50 Schüler. Viese verein.gm sich in der löblichen Absicht, für einen guten Zweck wöchentlich nur einen Pfennig beiZntragen. Das ist ja wenig, kaum der Rede wert, höre ich euch sagen. Das macht aber wöchentlich 30 Pf., und da ein siahr bekanntlich 52 Wochen hat, so macht das jährlich 52 X 30 Pf. das sind 15,60 Alk. Das ist doch immerhin etwas, und wenn dies nur in 100 Schulen mit 30 Schülern geschieht, so habt ihr aus euren Pfennigen die Summa 1560 Alark gesammelt. Damit läßt sich schon was ansangen. Eder, da ich eben für den „Jugendfreund" schreibe. Dieser kann doch beim besten willen eures „Enkels" nicht umsonst ins Paus geliefert werden; denn Papier, Druck n. s. w. kosten Geld, und die Post befördert den „singendfreund" auch nicht umsonst, wer also diese belehrende und unterhaltende Zeitschrift lesen will, der wird schon vierteljährlich die eine Alark spenden

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