Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- 22 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 349 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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349 Zwanzig Samtltcii bebauen selbst 6cn Acker, der ihnen Reis und Rlais in geuügeiider Alenge für ihren Haushalt liefert. So verfloß ihr Leben ruhig und ungestört, bis in einer Rächt die auf den Rergen wohnenden Rnrden von dem Stamme Pinianefch über das friedliche Dorf herfielen, die Thüren einfchlngen, in die Häuser mit Gewalt eindrangen und alles fortschleppten. Lin Greis p6 ein fiüugliug, welche widerstand Zn leisten suchten, wurden getötet und fünf andere fisraeliten verwundet, von denen noch Zwei später ihren Verletzungen erlagen. Die erschreckten Einwohner flohen in die von Christen und rNnselmännern bewohnten Dörfer, wo sie freundliche Aufnahme fanden; die fisraeliten datzten wohl an eine Rückkehr in ihr Dorf, aber die jnrcht vor einem neuen Deberfall der Rurden hat sie von der Ausführung dieses Planes Znrückgehalten. Sie haben darauf bei dem Dali von Alofful Reschwerde geführt. Der Dali antwortete aber ausweichend, und acht fiahre leben sie nun schon in der Erwartung und Ungewißheit, und nichts ist für diese armen Deute gethan. Die ans schlechtem Alaterial und ans Steinen gebauten Häuser Zerfielen, unö von Rar Tanoura ist nur noch ein Schutthaufen geblieben. Das Dorf war Zwar verödet, nicht aber die Höhle Llijahns; während dieser acht fiahre haben fromme Hände die Zn Ehren des Propheten ange- Zündete kleine Lampe beständig niit Gel versorgt, wie diese kleine jlamme nicht erloschen, so brennt in den HerZen dieser armen Dorfbewohner die Hoffnung, bald wieder Zn ihren Herden ZnrückZnkehren. Ls giebt noch übrigens ganze Reihe von Dörfern, die ausschließlich von finden bewohnt werden; so in Sakhou 300 Familien, DjeZirch ibn Gmar 50; Rseli 120, Diarbekir 100; Sonerk 50; (l)rfa 1000; Biredchik 10. Aus dein Leserkreise: GetsenKirchen, den 18. Rovember 1895. Lieber KnKet Augenöfrernaö! Dlein Freund Aurt wolff hat nur deine Zugendschrift empfohlen, und ich habe bereits mehrere Heftchen gerne gelesen. Dieselben haben mir große Freude bereitet, weil Du über unser Stammesvolk so hübsch ansprechend und herzlich zu erzählen weißt. Ich will auch gerne aus die Dauer ein treuer Leser sein und hoffe, daß sich mit der Zeit noch viele Tausende (na! na!) meiner jungen Glaubensbrüder und Glaubensschwestern bei Dir einsinden. Rlein lieber Lehrer Herr Ratz hat mir den Israelitischen Jugendfreund auch , empfohlen, und wenn dies alle Lehrer thun, dann bekömmst Du innner mehr so kleine Freunde wie ich Deiner aus innner bin. Rlit besten Grüßen Dein ’fe Malter Klestadt, Quartaner, J Gelsenkirchen.