Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- 19 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 306 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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- MTiE;; V K!■ t i — 306 — H 21Toi\jcu so herzlich Glück wünschte; endlich vergas) er sie. Da bekommt er dieser Gage ein Schreiben von einem Rotar, in dem ihm angeZeigt wird, daß die Witwe 211. 5., nmherZiehende Schreibregnisiten-Derkäuferin, gestorben sei und ihn Zum Dniversal-Grben eingesetzt habe. Die Erbschaft bestand in mehreren Weingärten und lö.OOO Francs in barem Gelde. „^jch stehe am Rande des Grabes," heißt es im Testamente, „11116 habe weder verwandte noch jreunde. Herr £., wohnhaft in Paris, Straße R . . . ., der mir ein ganzes ja In* täglich einen Son schenkte, und dem ich immer versprach, daß ihm dieses Almosen Glück bringen werde, soll mein Erbe sein, ^ch habe mir seine Adresse verschafft und ernenne ihn hiermit Zmn Dniversal-Lrben." L. bleibt Buchhalter, hat aber seine bescheidene Wohnung dieser Tage mit einer besseren vertauscht. Während des Ausränmens aus der Wohnung siel ein Gegenstand aus seiner Schublade Zn Boden. Gr sieht nach und findet einen Bleistift. Gs war der erste Bleistift, den ihm die alte Hran vor Zwei ftahren verkauft hatte. Gr hat ihn unter einen Glassturz gelegt und wird ihn bis an sein Lebensende anfbewahren. Berlin, den 7. October 1&J5. Lieber Arthur! Zu deiner Versetzung gratidierc ich Dir von LIerzcn. Du zvünschest also, dass ich Dir auch ferner «/)?/» sage. Das hätte ich auch ohne Deinen Wunsch gethan, weil ich Dich zu meinen Lieblingen zähle, deren ich unter den Kindern recht, recht viele habe; besonders sind es die ßeissigen Leser des Jugendfreundes. Mein Letzter Brief an Dich hat einem Freunde unseres Blattes Veranlassung zu der Bemerkung gegeben, dass Jschmael, Sohn Netanjali s, aus königlichem Geschlecht war, zuas uns auch die Bibel erzählt, und deshalb auf die Statthalterschaft Anspruch zu haben glaubte, weshalb er Gedalja ermordete. Ein kurzes Lebensbild von Simon dem Gerechten folgt Deinem Wunsche gemäss. um' SimOn dor Gorochte, Solm Jaddua’s, ein Hochpriester, lebte zur Zeit des zweiten Tempels im 40. Jahre nach dessen Erbauung und war der letzte der 120 von Esra eingesetzten grossen Versammlungen. Er wurde seines tugendhaften Wandels wegen der Gerechte genannt. Zu seiner Zeit war das Volk in zwei Religions-Parteien geteilt. Ein Teil gehorchte Simon dem Gerechten und befolgte die Lehre der Tradition? die er lehrte und fortpflanzte, der andere aber hielt es mit Sanballat, dem Samariter-Statthalter, oder vielmehr mit seinem Eidam Menasse, Sohn Jesua, einem ehrgeizigen abtrünnigen Priester; allein Simon’s Partei gewann die Oberhand. - Man rühmt auch von ihm nicht wenig seine Uneigennützigkeit; denn er nahm selten Opfergaben für seine Person an und stand im Rufe grosser Heiligkeit. Wenn er am Versöhnungstage ins Heiligtum trat und wiederkehrte, so erglänzte sein Antlitz, wie das eines Engels. Simon der Gerechte hatte zwei Söhne, Simei und Chonaw oder Onias. Letzterer geriet in Zwist .V