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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 18 (1895) · p. Seite 289

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
18 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 289 (sequence 15)
Language
German
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' ^*3 -" — 289 — 2. Mariechen kommt mit ihrer Notenmappe und hängt diese irgendwo an. „was hat sie soeben gethan?" fragt Ihr Eure Zuschauer. — „Sic hat die Musik an den Nagel gehängt." > 3. Ein Mädchen nimmt einen Besen, kehrt damit scheinbar die Stube, stellt alles an seinen rechten Platz, setzt sich dann aus ein Sofa oder in einen Lehnstuhl und stellt sich schlafend. Ihr richtet nun an die Zuschauer die Frage: welches Sprichwort hat sie durch ihr Thun versinnbildlicht? Ich hoffe, sie erraten es und rufen gleich: „Nach gethaner Arbeit ist gut ruh'n!" 4. Ihr schneidet zwei Streifen Papier, einen langen und einen kurzen, nehmt dieselben in die Hand, und laßt einen Spielkameraden, 6cn Ihr eingeweiht habt, den kurzen herausziehen. „Tr zieht den Kürzeren", lautet die Auflösung. wenn Ihr Euch ein wenig anstrengt und fleißig nachdenkt, werdet Ihr gewiß viele scherzhafte Einfälle haben, die Ihr zur Darstellung bringen könnt. Versagt aber Eure Phantasie einmal, so wird Mama oder Papa gewiß gern einen Rat geben, wenn Ihr etwas recht hübsches findet, schreibt es mir. (Aus: Germania-Kinder-Kalender 1896.) m Berlin, den 22. September Lieber Arthur! 'Bür Deine herzlichen Glückwünsche zum Jahreswechsel danke ich Dir bestens. Von mehreren Seiten sind mir Worte des Dankes für die Neujahrsgedichte in unserem Jugendfreund geschrieben worden. Deine Frage, bis zu welchem Alter die Kinder ihre Eltern durch Glückwunschschreiben erfreuen sollen, will ich dahin beantworten, dass dieses in dem Ermessen jedes einzelnen Kindes oder besser in seinem Gefühl liegen muss. Jedenfalls möchte ich diese schöne Kindespflicht stets geübt wissen; in zvelcher Form dies zu geschehen hat, muss jedem Kinde überlassen bleiben. Auf deinen Wunsch will ich Dir kurz die geschichtliche Ursache für den Fasttag am 3. Tischri (Zaum Gedaljahu) mittcilen: Kaohüem Kebucadnezar den grössten und besten Teil des Volkes in das babylonische Exil geführt hatte, setzte er über die Zurückgebliebenen einen frommen Mann (Gedaljah) als Statthalter ein. Auch der Prophet Jeremia schloss sich ihm an. Beide ermunterten die Zurückgebliebenen eindringlich, im Lande zu bleiben und treue Unterthanen ihres jetzigen Herrn, des Königs von Babylon, zu sein. Am 3. Tischri aber machte sich Jsclimael, Sohn Ketanjahs, mit zehn Männern auf, und ermordete meuchlings Gedaljahu. w 1 ■:»

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